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Express.de | Informant bei Mannesman: Die Masche der Metall-Mafia
20. February 2013
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Informant bei Mannesman: Die Masche der Metall-Mafia

Hier werden geklaute Röhren auf einen Laster verladen.

Hier werden geklaute Röhren auf einen Laster verladen.

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Polizei

Düsseldorf -

Ein Weltkonzern wie Mannesmann-Vallourec in den Fängen einer raffinierten Schrott-Bande! Röhren-Disponent Michael K. (51) soll einer Metall-Mafia in Rath geholfen haben, mindestens 250 Tonnen Stahlschrott aus Güterwaggons zu klauen.

Seit Dienstag früh schaut die Bande buchstäblich in die Röhre. Nach einer Polizei-Razzia am Mühlenbroich gab es statt Röhrenstahl Gitterstahl!

Sieben Haftbefehle waren vollstreckt worden. Am Mittwoch ließ der Richter nur Schrotthändler Markus L. (38) gegen Kaution frei. Alle anderen, Mitglieder von Artisten-Familien, (16 bis 48 Jahre) und Mannesmann-Disponent K. wanderten in U-Haft.

Die Masche der Metall-Mafia: Die Güterwaggons mit Stahlschrott standen direkt vor der Tür auf dem nahen Manesmann-Gelände! Mit einem eigenen Kran soll der Stahlschrott abgeladen und zum Schrotthändler L. gebracht worden sein. Über die Menge der Beute kann nur spekuliert werden.

Die Polizei schätzt „10 Tonnen pro Tag, mindestens 250 Tonnen. Das kann schon 10 Jahre so gegangen sein.“ Auf die Jahre hochgerechnet könnten es auch 1000 Tonnen sein. Für eine Tonne Röhrenschrott zahlen Händler rund 300 Euro, bei 250 Tonnen immerhin schon 75.000 Euro. Über die Jahre wird ein Millionenschaden nicht ausgeschlossen.

Mannesmann-Vallourec-Sprecherin Friederike Gräfin von Bassewitz: „Wir haben das zur Kenntnis genommen, wollen aber das Ergebnis der Ermittlungen abwarten.“ Neben dem Stahlklau soll die Bande auch anderen Schrott, Motorräder und Überseecontainer gestohlen haben. Die Polizei bestellte sogar einen Kran um die Beute zu sichern. Heraus kam alles, weil ein Ex-Bewohner, selber Straftäter, die Beschuldigten angeschwärzt hat.

Angehörige der Verhafteten: „Was aufzuklären ist, soll geklärt werden. Wir wehren uns aber gegen pauschale Verurteilungen. Hier leben viele Familien, die damit nichts zu tun haben.“ Die Stadt erklärt „Die Menschen haben hier gültige Pachtverträgen. Wir möchten mehr soziale Kontrolle und weg vom Sackgassen-Charakter.“