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In der Altstadt: Die Düsseldorfer Bürgerwehr gruppiert sich

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Etwa 50 Leute wollten am Samstag Polizei spielen.

Foto:

Nicole Gehring

Düsseldorf -

Am Samstag traf sich zum ersten Mal die selbst ernannte Bürgerwehr in der Altstadt, die sich nach den Vorfällen in Köln in der Silvesternacht gegründet hat.

„Um die Altstadt sicherer für unsere Damen zu machen“, wie Gründer Tofigh Hamid versuchte klar zu stellen.

Fast 13.000 Mitglieder hatte die Gruppe Sonntagabend auf Facebook. So richtig einsetzen wollten sich aber nur etwa 50 Personen. Die bekamen erst einmal ein Regelwerk zum Unterschreiben in die Hand gedrückt. Und darin stand dann für Leute, die es bisher noch nicht wussten, dass Drogen und Waffen verboten sind. Die Polizei hielt sich zurück, nahm aber vereinzelt Personenkontrollen vor. Einige der Teilnehmer sind polizeibekannt.

„Der Staat versagt in der Sicherheitsfrage“, begründet Krankenpfleger Sven Jooßten (37), warum er bei der Truppe dabei ist. In Gruppen bis zu sechs Personen ging es dann durch die Altstadt. Wie schnell dann eine Situation eskalieren kann, wenn ungeschulte Menschen Polizei spielen, zeigte sich schnell.

Ein lautstarker, leicht aggressiver Obdachloser wurde von der Gruppe umzingelt. Der fühlte sich dann aber massiv bedrängt, wurde noch wütender und hatte plötzlich eine Bierflasche in der Hand. Zum Glück passierte nichts