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Hier kommt nur Düssel-Spargel in die Kiste Besuch beim einzigen Spargelbauer der Stadt

Auf dem Ellerhof erntet Jürgen Schaumlöffel seinen Spargel.

Auf dem Ellerhof erntet Jürgen Schaumlöffel seinen Spargel.

Foto:

Göttert Lizenz

Düsseldorf -

Gestatten, Gestatten – Jürgen Schaumlöffel, Spargelbauer! Seit 2004 pflanzt der Düsseldorfer das „weiße Gold“ auf einem Feld in Wittlaer an. Und ist damit in der Landeshauptstadt ziemlich alleine. Warum eigentlich?

„Das Problem ist der Untergrund“, erklärt Schaumlöffel. „Spargel wächst am besten auf sandigem Grund. Hier in Düsseldorf ist der Boden schwerer, weil er viel Lehm enthält.“

Ein Problem, das der einzige Spargelbauer der Landeshauptstadt gelöst hat. Dank der technischen Weiterentwicklung von Landwirtschaftsmaschinen ist der Anbau heute auch direkt am Rhein möglich.

Auf dem 1,1 Hektar großen Gelände in Wittlaer ernten Schaumlöffels sieben Mitarbeiter pro Jahr immerhin zwischen fünf und zehn Tonnen Spargel. Durchschnittlich arbeiten die Erntehelfer acht bis zehn Stunden auf dem Feld.

Dabei achtet der Spargelbauer ganz genau auf das Arbeitsumfeld: „Ich möchte die Arbeitsbedingungen so gestalten, dass man sie auch selbst als angenehm empfindet.“

Wenn die Stangen auf dem Feld gestochen und grob gereinigt sind, zählt vor allem eines – Zeit. Damit der Spargel frisch und lecker bleibt, muss er sofort gekühlt werden.

Schaumlöffel weiß: „Für den Geschmack ist die Kühlkette das A und O. Die Stangen müssen innerhalb von zwei Stunden ins Kühlhaus, sonst wird er holzig.“

In einem Wasserbad wird die Kerntemperatur des edlen Gemüses zunächst auf sieben und dann auf zwei Grad gesenkt. Danach kann der Spargel in den Verkauf.

Trotz des langen Winters, hat der Absatz in diesem Jahr nicht gelitten. Schaumlöffel: „Insgesamt hat sich die Ernte zwar um zwei Wochen verschoben, aber das ist nicht ganz ungewöhnlich. So was hatten wir auch schon früher.“

Kaufen kann man seinen Düssel-Spargel übrigens nicht in Düsseldorf. Den gibt’s nur auf dem Ellerhof in Duisburg-Mündelheim.