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Gesicht mit Schwefelsäure verätzt: Ex-Freund befahl das Säure-Attentat

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Reyhan K. wurde das Opfer eines unglaublich brutalen Säureanschlags.
Reyhan K. wurde das Opfer eines unglaublich brutalen Säureanschlags.
Foto: Bernd Obermann
Hilden –  

Wenn aus Liebe Hass wird … Die 20-jährige Reyhan K. aus Hilden liegt auf der Intensivstation. Ein 18-Jähriger hat ihr mit Schwefelsäure das Gesicht verätzt. Er handelte im Auftrag ihres Ex-Freundes (22). Der soll der jungen Frau seit zwei Jahren immer wieder als gewalttätiger Stalker nachgestellt haben.

Das Grauen kommt für Reyhan am Samstagvormittag um 10.57 Uhr: Da schellt es an der Haustür ihrer Großeltern in Hilden. Reyhan öffnet – und wird sofort attackiert. Ein Unbekannter spritzt ihr zweimal Säure ins Gesicht und an den Körper. Ihre hinzueilende Großmutter Sultan A. (63) bekommt auch noch ein paar Spritzer auf den Unterarm. Der Angreifer flüchtet.

Sofort alarmiert die Familie den Notarzt, Reyhan wird mit schweren Verätzungen in eine Duisburger Spezialklinik gebracht, liegt auf der Intensivstation. „Zum Glück geht es ihr schon besser“, kann ihre Mutter Güler K. (44) am Freitag berichten. Die Augen sind nicht verletzt, das Gesicht ist nur zum Teil betroffen. Wenn alles gut geht, bleiben keine entstellenden Narben.

Güler K. war sofort klar: „Das war ihr Ex-Freund.“

Reyhans Oma Sultan zeigt auf die Stellen, wo die Säure noch den Bodenbelag verätzt hat.
Reyhans Oma Sultan zeigt auf die Stellen, wo die Säure noch den Bodenbelag verätzt hat.
Foto: Bernd Obermann

Vor zwei Jahren hatte sich Reyhan von Serhat K. (23) getrennt. „Damals sagte er zu ihr: »Das lasse ich mir nicht gefallen, ich werde dir schaden!«“

Seitdem habe es immer wieder Drohungen von Serhat gegeben, oft per Telefon. Doch mindestens zweimal sei Reyhan von ihm auch schon auf offener Straße attackiert worden. Vor einiger Zeit auf dem Heimweg von ihrer Arbeit in Düsseldorf und vor wenigen Wochen mitten in Hilden.

„Sie war mindestens sechs bis siebenmal auf der Wache in Hilden und Langenfeld, hat ihren Ex-Freund angezeigt. Zuletzt am 6. Dezember. Aber es ist einfach nichts passiert, die haben nichts gemacht“, sagt Güler K. Die Polizei gibt zu: Seit November 2011 hätten drei Anzeigen von Reyhan gegen Serhat vorgelegen – unter anderem auch, weil der Langenfelder seiner Ex-Freundin mit einem Säureanschlag gedroht hatte.

Deshalb nahmen die Ermittler Serhat noch am Samstagnachmittag fest. Das Amtsgericht hat mittlerweile ein Annäherungsverbot ausgesprochen – Serhat darf nicht einmal mehr in die Nähe von Reyhan kommen, sonst drohen empfindliche Strafen. Im Verhör gab Serhat zu, einen Freund zu dem Attentat angestiftet zu haben.

Der 18-jährige Langenfelder stellte sich am Sonntagnachmittag in Begleitung seines Anwalts auf dem Polizeipräsidium in Düsseldorf. Die Schwefelsäure hatte sich das Duo gemeinsam in einer Apotheke besorgt.

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