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Friedrich-Ebert-Straße: Wir sind gefangen im Horror-Haus

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Mogbonga Ndoyi und seine Tochter Pierrette müssen in einem verschimmelten Schlafzimmer schlafen
Mogbonga Ndoyi und seine Tochter Pierrette müssen in einem verschimmelten Schlafzimmer schlafen
Foto: Bernd Obermann
Düsseldorf –  

Sie wohnen mitten in der Innenstadt. Aber freuen können sich die Einwohner des Hauses auf der Friedrich-Ebert-Straße darüber nicht. Denn ihre Wohnungen sind verschimmelt, die Heizung fällt regelmäßig aus und eine Einwohnerin sitzt wegen des kaputten Aufzuges seit Wochen in ihrer Wohnung fest.

Sie ist Gefangene in ihren eigenen vier Wänden: Seit zwei Wochen konnte Sladana Alitovic ihre Wohnung auf der siebten Etage nicht mehr verlassen – so lange schon ist in ihrem Haus der Aufzug kaputt. Die schwerkranke Frau hat einen Herzschrittmacher und Wasser in den Beinen.

An kalten Tagen kann Sladana Alitovic sich nicht in ihrer Wohnung aufhalten.
An kalten Tagen kann Sladana Alitovic sich nicht in ihrer Wohnung aufhalten.
Foto: Bernd Obermann

Treppensteigen ist für sie lebensgefährlich. „Freunde und Verwandte bringen mir das Essen vorbei“, erzählt die 36-Jährige. „Aber der Aufzug ist bei uns nicht das einzige Problem.“ In ihrer 38-Quadratmeter-Wohnung, die 420 Euro Warmmiete kostet, ist es kalt. Die Heizung ist ausgefallen – mal wieder. Die Fenster sind undicht. Auch ihren Nachbarn ergeht es nicht besser.

„Bereits seit Wochen hustet meine Tochter“, sagt Mogbonga Ndoyi (45). „Sie hat noch bis vor kurzem in unserem Schlafzimmer geschlafen.“ Dabei zeigt er auf die Wand in seinem Schlafzimmer. Die Tapete hat eine gelb-grüne Farbe – es ist der Schimmel! Auch warmes Wasser gibt es in der Wohnung nicht. Und auch seine Nachbarin hat feuchte Wände.

Doch auf Mitleid oder gar Hilfe von der Vermieterin brauchen die Bewohner nicht zu hoffen. „Der Schimmel entstand, weil die Mieter falsch gelüftet haben“, antwortet sie auf die EXPRESS-Anfrage. „Der Aufzug wird in einer Woche wieder repariert. Wir mussten drei Wochen auf ein Ersatzteil warten.“ So lange muss sich Sladana Alitovic noch gedulden und weiter leiden. „Am liebsten würde ich umziehen“, sagt die 36-Jährige.

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