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Eltern vor Gericht: Florian (18 Monate) grauenhaft zugerichtet

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In Neuss saßen Mutter und ihr Freund auf der Anklagebank, verdeckt mit Aktendeckeln.
In Neuss saßen Mutter und ihr Freund auf der Anklagebank, verdeckt mit Aktendeckeln.
Foto: Kirchner

Die grausamen Bilder, die der Beamer im Landgericht an die Wand warfen, lassen selbst die versierten Zuschauer erschauern:

Dort liegt in einem kleinen Bettchen der kleine Florian (18 Monate). Das Gesicht zur Unförmigkeit geschwollen, Jochbein zertrümmert, das gebrochene Ärmchen in Gips, beide Augen blau geschlagen. Das Werk vom Freund der Mutter, Michael I. (38, Name geändert)?

Davon war das Neusser Amtsgericht überzeugt und verurteilte ihn zu drei Jahren Haft wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen. Weil der Kleine schrie, soll er ihn brutal niedergeschlagen und einfach ins Bett gelegt haben.

Als die Mutter (sie war mit den Hunden unterwegs und schaute nicht mehr nach dem Kleinen) am nächsten Morgen ihr Kind so entdeckte, rief sie den Notarzt. Weil die Verletzungen des Kleinen lebensgefährlich waren, musste Florian in die Intensivstation. Dort wurden auch die Fotos gemacht.
Zunächst hatte Michael I. zugegeben, dass ihm die Nerven durchgegangen waren.

Doch am Montag widerrief er das Geständnis. Er habe es nur abgelegt, weil er glaubte, so schnell wieder aus der Haft zu kommen. Am Montag schob er einem Freund die Tat in die Schuhe. Der habe während des Umzugs mal ein paar Stunden auf Florian aufgepasst.

Das allerdings ist eine ganz neue Version. In der Klinik noch hieß es, der Junge habe sich beim Spielen auf dem Spielplatz verletzt.

Die Mutter von Florian (sie selbst hatte zugegeben, ihren Sohn ebenfalls geschlagen zu haben) lebt noch immer mit Michael I. zusammen. Gemeinsam mit zwei Hunden. Die Tiere sind auch die einzige Beschäftigung, denen die beiden nachgehen.
Florian hat es jetzt endlich besser. Das Kind lebt in einer Pflegefamilie.

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