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Elf Jugendliche angeklagt: Wird nun der A57-Brandstifter gefasst?

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Ein Teil der Angeklagten von Neuss. Sie gehören zu einer Gruppe von besonders auffälligen Jugendlichen aus Dormagen. Viele von ihnen sind bereits mehrfach vorbestraft.
Ein Teil der Angeklagten von Neuss. Sie gehören zu einer Gruppe von besonders auffälligen Jugendlichen aus Dormagen. Viele von ihnen sind bereits mehrfach vorbestraft.
Foto: VK
Düsseldorf/Neuss –  

Sitzt der Brandstifter von der A 57- Katastrophe in Neuss auf der Anklagebank? Oder wissen die Jugendlichen, wer es war? Diese Fragen versuchte der Neusser Amtsrichter Heiner Cöllen am Freitag zu klären.

Fakt ist: Sechs der Jungs waren in der Nacht vor dem Brand unter der Autobahnbrücke mit einem geklauten VW-Transporter in der Nähe unterwegs.

Amtsrichter Heiner Cöllen versuchte die Fragen zu klären.
Amtsrichter Heiner Cöllen versuchte die Fragen zu klären.
Foto: VK

Die Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren gehören – wie Amtsrichter Heiner Cöllen ironisch meinte – „zum erlesenen Kreis in Dormagen“. Die meisten von ihnen sind vorbestraft. Am Freitag standen sie wegen Diebstählen oder Drogendelikten auf der Anklagebank.

Darunter auch der Diebstahl des Transporters, mit dem sie Spritztouren unternahmen und dabei Unfälle bauten. In der Nacht, als die Katastrophe begann, bei der ein Mann starb und 13 Menschen verletzt wurden, stellten sie den Wagen nach einem Crash unter der Brücke ab und flüchteten.

Sie klauten einen VW-Transporter und unternahmen Spritztouren. In der Nacht des Brandes stellten sie das Fahrzeug unter der Brücke ab und flüchteten.
Sie klauten einen VW-Transporter und unternahmen Spritztouren. In der Nacht des Brandes stellten sie das Fahrzeug unter der Brücke ab und flüchteten.
Foto: VK

Bei den Vernehmungen verstrickten sie sich in Widersprüche. Einer wollte wissen: „Der Marco war’s. Er hat das Feuer mit Handy gefilmt.“ Doch welcher Marco, das blieb im Dunkeln.

In einem anderen Verfahren erreichte Richter Cöllen ein anonymer Hinweis: „Der Andi ist der Brandstifter.“ Doch Andi stritt das ab. Alle seien nach dem Unfall nach Hause gelaufen.

Dann geriet der Sohn eines Feuerwehrmannes unter Verdacht. Der 20-Jährige soll früher schon mal gezündelt haben. Aber mit dem Brand der Bücke will er nichts zu tun haben.

Richter Cöllen will an den nächsten Verhandlungstagen weiter bohrende Fragen stellen.

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