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Diebstahl geheim gehalten: Zehn Kilo Gold aus der Kö-Bank geklaut!

Der Tatort, das Bankhaus HSBC Trinkaus. Hier wird kräftig umgebaut, im Tresor-Keller und außen – zur Büroerweiterung.

Der Tatort, das Bankhaus HSBC Trinkaus. Hier wird kräftig umgebaut, im Tresor-Keller und außen – zur Büroerweiterung.

Düsseldorf -

Den dreisten Zehn-Kilo-Gold-Klau hütete das private HSBC Trinkaus-Geldhaus an der Königsallee wie ein Bankgeheimnis.

Doch EXPRESS enthüllt jetzt den größten Gold-Diebstahl in einer Düsseldorfer Bank und erzählt das Schicksal einer Angestellten, die deswegen fristlos gefeuert wurde.

Der Dieb wurde nie gefasst. Am Freitag kämpfen die Tresoraufsicht Sabine Stoffels (43) und ihr Anwalt Marc Urbach vor Gericht gegen die Kündigung.

Im September 2013 laufen Umbauarbeiten im Keller der Bank. Auch im Tresor voller Millionen, Wertfächern und Gold wird gewerkelt. Rollcontainer voller Traumvermögen werden hin und her geschoben …

Darunter 30 Goldbarren einer Kundin. Es geht drunter und drüber. Bauarbeiter und Sicherheitsleute laufen durcheinander. Mitten im Gewühl entdeckt ein Security einen offenen Container voller Gold. Er schließt ihn ab, legt den Schlüssel am 26. September auf einen Schreibtisch und geht.

Sabine Stoffels, über 20 Jahre bei der Bank, reklamierte immer wieder Sicherheitsmängel, forderte Maßnahmen.

Am 28. September - Stoffels befindet sich im Urlaub - der Schock. Einer Sicherheitsmitarbeiter schließt den Rollcontainer auf – leer, das ganze Gold für 300.000 Euro ist weg! Polizeisprecher Michael Baum: „Ja, es gibt eine Anzeige, die Ermittlungen laufen noch.“

Der Arbeitsrechtler Marc Urbach, der Freitag für Sabine Stoffels vor das Arbeitsgericht zieht: „Die Vorgänge im und am Banktresor waren schon merkwürdig. Es geht tatsächlich um viel Gold, aber meine Mandantin hat den Diebstahl nicht zu vertreten. Ihre fristlose Kündigung nach über 20 Jahren in der Bank ist inakzeptabel.

Der Arbeitsgerichtsprozess wird aufzeigen, wie die Situation im Tresor war. Aber die Bank wollte ja unbedingt vor Gericht gezogen werden. Das hätte sie auch anders haben können. Dazu fühlt sich auch meine Mandantin gekränkt. So einen Rauswurf hat sie nicht verdient.“

Und das Gold? Spurlos verschwunden! Ein Bankmitarbeiter: „Was hier abging, war schon fahrlässig von ganz oben.“ Die Bank wollte sich zu den Vorgängen nicht äußern.