Er ist mehr als ein Italiener mit gutem Essen: „Michele“ ist Kult. Hier wird seit 1996 gegessen, gefeiert, auf den Tischen getanzt und gemeinsam mit dem „Cheffe“ gesungen. Bis tief in die Nacht. Doch damit ist jetzt Schluss.
Auch für seine vielen Stammgäste völlig überraschend, hat Michele Salamone (52) am Donnerstag zum letzten Mal sein legendäres Ristorante auf der Duisburger Straße aufgemacht.
„Ich möchte eine Pause machen, so etwa fünf Monate lang“, sagt der beliebte (und ziemlich beleibte) Gastronom. „Mein Lokal habe ich gut verkaufen können. Die Chance habe ich genutzt.“
Michele möchte sich eine Auszeit gönnen. „17 Jahre Trubel, fast jede Nacht singen, tanzen, mit den Gästen feiern – das haut ganz schön rein!“ Ganz lassen will er aber nicht vom „Pasta-Showgeschäft“.
Michele: „Mein Traum ist eine Art Lagerhaus, wo die Gäste Italiens Hausmannskost und Weine zu guten Preisen genießen können. Alles auch zum Mitnehmen. Wo genau, das weiß ich noch nicht. Aber vielleicht kommt es sogar schneller, als ich eigentlich möchte …“
Den Laden übernommen hat ein Mann, den die Gäste schon seit Anbeginn der „Laconda Michele“ kennen. Roberto Kozak (34). Er hatte als 17-Jähriger bei Michele als Kellner begonnen.
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