Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Düsseldorf
Aktuelle Berichte aus Düsseldorf und Umland mit Neuigkeiten zu Promis, Skandalen und Veranstaltungen.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Bürgermeister Herbert Napp: Rauchergipfel beim „Vesuv von Neuss“

Von
Solidaritäts-Qualmen: Rauchrebell Herbert Napp (r.) empfing Friedhelm A. in seinem Dienstzimmer im Neusser Rathaus.
Solidaritäts-Qualmen: Rauchrebell Herbert Napp (r.) empfing Friedhelm A. in seinem Dienstzimmer im Neusser Rathaus.
 Foto: Nicole gehring
Düsseldorf –  

„Herberts Havanna Lounge“ prangt auf dem Messingschild der Dienstzimmer-Tür von Herbert Napp (66). Und ein gut gelaunter Bürgermeister strahlt uns an: „Da ist ja der Justizirrtum. Hereinspaziert, Kippen nicht vergessen!“

Rauchergipfel beim „Vesuv von Neuss“. Bürgermeister und Rauch-Rebell Herbert Napp (40 Jahre beispielsweise Gitanes, Reval) trifft Raucher Friedhelm Adolfs (50 Jahre Overstolz, Roth-Händle, Eckstein). Er ist der Mieter, der nach 40 Jahren wegen Qualmerei aus seiner Wohnung fliegen soll. Vorweg: gehustet hat hier keiner.

Napps Dienstzimmer im Rathaus: einziger Raum in einem öffentlichen NRW-Gebäude, in dem noch geraucht wird. Das riecht man nicht (alle Fenster sind geöffnet), aber man sieht’s.

Fünf (!) Aschenbecher sind im Zimmer verteilt. Feuerzeuge. Eine Schachtel Gauloises, die in der nächsten halben Stunde deutlich an Inhalt verlieren wird. Friedhelm (74) hat Selbstgestopfte mitgebracht. Fehlt nur noch Helmut „Menthol“ Schmidt – und die drei derzeit berühmtesten Raucher Deutschlands säßen an einem Tisch.

Die erste Kippe glüht. Napp auch: „Mir will man das Rauchen in meinem Dienstzimmer verbieten. Ich werde mich weiter weigern. Aber bei Friedhelm haben sie es auf die Spitze getrieben. Aus der Wohnung wegen Kippen! Der Richter, der das befürwortet, ist ein weltfremder Rechtsverweigerer! Und Friedhelm ein Justizirrtum!“

Der Justizirrtum zieht an der Selbstgestopften und nickt: „Dabei gibt es im Haus nur noch Büros. Da ist doch abends keiner mehr.“

„Nachtigall, ick hör dir trapsen!“ Napp, ehemaliger Rechtsanwalt, atmet aus: „Die wollen dich einfach da raus haben, weil sie mit einem weiteren Büro mehr Kohle machen können. Nicht mit uns! Wir ziehen das durch. Ich werde dich beim Prozess unterstützen. Wenn nötig, auch bei der Finanzierung.“

Und dann ist Napp richtig unter Dampf: „Pausenlos neue Gesetze, die uns einschränken. Das hat was Missionarisches. Und Missionare haben noch nie was Gutes für die Menschheit gebracht.“

Man kann Zigaretten so richtig zufrieden ausdrücken. Das macht Friedhelm jetzt und bedankt sich. „Durchhalten!“ sagt er zu Napp. „Kippen nicht vergessen!“ sagt Napp und grinst dazu.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Düsseldorf
Megastar Heino vor seinem Rathaus-Cafe in Bad Münstereifel.
Mehr Bewerber als erwartet
Düsseldorfer Rathaus-Café: Heino ist aus dem Rennen

Das Café auf dem Marktplatz und das Restaurant im Keller des Rathauses kommen, so viel ist sicher. Aber Heino ist aus dem Rennen. Doch es gibt nicht nur, wie bisher bekannt, zwei Bewerber.

 Die A 3 bei Emmerich. Rettungswagen flankieren das Pannen-Fahrzeug des 48-Jährigen. Er verstarb noch an der Unfallstelle.
Todesdrama auf A 3
Gelber Engel überfahren: Kollegen unter Schock

Tragischer Verkehrsunfall auf der Autobahn 3 bei Emmerich: Ein ADAC-Pannenhelfer (48) wurde von einem Lkw angefahren, als er ein Auto abschleppen wollte. Er starb noch am Unfallort an seinen Verletzungen.

Prof. Jörg Immendorff
Künstlerfürst Jörg Immendorff (†)
Zoff um 408 seiner Grafiken

Acht Jahre ist Künstlerfürst Jörg Immendorff jetzt tot. Aber immer noch zofft man sich vor Gericht um seine Werke. Am Dienstag entschied das Düsseldorfer Landgericht über insgesamt 408 Grafiken, die bei einem Galeristen lagern und offiziell Oda Jaune, Immendorffs Witwe, gehören.

FACEBOOK
EXPRESS Düsseldorf on Facebook

Düsseldorf-Galerien
Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:
Aktuelle Videos
Fortuna-News
Zur mobilen Ansicht wechseln