Peinlich, peinlich: Ausgerechnet ein Fahrer der Stadtverwaltung Velbert ist jetzt negativ aufgefallen – er hat seit acht Jahren keinen Führerschein mehr. Noch peinlicher: Er war in der Verwaltung zusätzlich noch für die Kontrolle aller Fahrerlaubnisse der Mitarbeiter zuständig, die stadteigene Autos oder Lkw bewegen.
Die Sache mit dem fehlenden „Lappen“ kam ausgerechnet durch einen Unfall heraus: Der Mitarbeiter war als Ersatzfahrer für den Chauffeur des Bürgermeisters Stefan Freitag eingesprungen, hatte sich auf den Weg zu Freitags Stellvertreter Bernd Tondorf gemacht, um ihn abzuholen.
Was genau passierte ist laut Staatsanwalt Wolf-Christof Baumert noch unklar: „Klar ist nur, dass es einen Zusammenstoß von dem Dienst-Audi mit einem Mercedes gegeben hat.“ Der Mercedes-Fahrer gab an, vom städtischen Audi gerammt worden zu sein.
Der städtische Fahrer soll dem Unfallbeteiligten dann eine Karte des Fuhrparkleiters der Stadtverwaltung zugesteckt haben und weitergefahren sein. Deshalb lautet der Vorwurf jetzt nicht nur Fahren ohne Führerschein, sondern auch Unfallflucht. Es könnte auf eine Haftstrafe hinauslaufen. Der Mitarbeiter wurde innerhalb der Stadtverwaltung versetzt.
Ihm war bereits 2004 vom Gericht der Führerschein entzogen worden – nach EXPRESS-Informationen wegen Alkohol am Steuer. Er hatte den Führerschein danach nie wieder neu beantragt.
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