Wie schlimm ist das Stau-Chaos während des Tausendfüßler-Abrisses? Die Autofahrer erleben die wahre Antwort jeden Tag am eigenen Leib – aber mancher im Ordnungs- und Verkehrsausschuss glaubt’s trotzdem nicht …
„Ich fahre oft in die Stadt und brauche höchstens zwei bis drei Minuten mehr“, behauptet CDU-Ratsfrau Annelies Böcker. Ihr SPD-Kontrahent Matthias Herz fährt ihr sofort in die Parade: „Was sich dort abspielt, spottet jeder Beschreibung, die Situation ist mehr als unbefriedigend. Sie können doch nicht die Stadt drei Monate im Chaos versinken lassen!“
Selten hat der Ausschuss solche Emotionen erlebt – selbst der Vorsitzende Martin Volkenrath (SPD) und sein Stellvertreter Andreas Hartnigk (CDU) bekommen sich beinahe in die Haare.
Und Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller reagiert scharf auf Herz: „Das Wort »Chaos« ist maßlos übertrieben!“ Man müsse 30.000 Autos, die vorher über den Tausendfüßler gefahren sind, verlagern – das gehe nicht ohne Belastungen, etwa auf der Heinrich-Heine-Allee oder der Duisburger Straße.
„Aber alles in einem erträglichen Rahmen“, so Keller.
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