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Auf der Kö: 120.000-€-Schmuck aus Handtasche geraubt

Dieses Collier vermisst das Diebstahlopfer noch.

Dieses Collier vermisst das Diebstahlopfer noch.

Düsseldorf/Köln -

Ausgerechnet seine Flucht nach Köln brachte jetzt einen „Kö“-Dieb hinter Gitter. Der 30-Jährige hatte auf der noblen Einkaufsmeile aus dem Auto eines Schweizer Ehepaares eine Handtasche mit Schmuck für 120.000 Euro geklaut. Beim Versuch, die Preziosen in Köln zu versetzen, hatte die Polizei den gebürtigen Franzosen schon im Visier.

Wär’ er doch in Düsseldorf geblieben …

Die Schweizerin wurde am Donnerstag um 13.30 Uhr auf der „Kö“ zum Klau-Opfer. Als sie mit ihrem Mann das geparkte Auto besteigen wollte, legte sie ihre Handtasche kurz auf dem Beifahrersitz ab. Das beobachtete ein Dieb, der sofort zupackte und davonlief.Die Frau war geschockt. In ihrer Handtasche befand sich ein kleiner Beutel mit Schmuck für rund 120.000 Euro.

Das Ehepaar gab sofort eine Anzeige auf. Ein Fahndung an der „Kö“ brachte nichts. Später kam heraus: Der Täter war mit einem Taxi nach Köln geflüchtet. Die Beschreibung des Schmucks war so gut, dass die Polizisten ihn sofort in die Sachfahndung gaben – was sich nur einen Tag später als sehr hilfreich erweisen sollte.

Der polizeibekannte Kö-Dieb, ein in Frankreich geborener Nordafrikaner, geriet beim Versetzen des Schmucks bei einem Juwelier in eine Hehler-Observation der Kölner Polizei. Die Hehler hatten die Fahnder schon länger im Visier.

Als die Beamten zugriffen, fanden sie bei dem 30-jährigen den Düsseldorfer Schmuck, darunter eine goldene Piaget-Uhr. Der Schmuck konnte dank der guten Beschreibung schnell dem Schweizer Ehepaar zugeordnet werden. Doch es fehlte noch eine goldene Halskette für 50.000 Euro, die der Dieb offenbar schon vor seiner Festnahme „versilbert“ hatte.

Trotz des fehlenden Colliers war das Schweizer Ehepaar überglücklich über den Fahndungserfolg – so berichtet ein Ermittler. Denn die Polizei gab ihr immerhin einen Ring, drei Ohrringe, zwei Armbänder und die goldene Uhr zurück. Das Ehepaar hat für die Wiederbeschaffung der Halskette 3000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Außer dem Schmuck kam auch der „Kö“-Dieb nach Düsseldorf zurück – dank der Kölner Hilfe wandert der Ganove nun per Haftbefehl in den Knast