Düsseldorf
Aktuelle Berichte aus Düsseldorf und Umland mit Neuigkeiten zu Promis, Skandalen und Veranstaltungen.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Angermunder Wald: Opfer stöhnte: „Boris wollte mich töten!“

Von
Nach den Schüssen von Angermund: Der dreimal getroffene und schwerst verletzte Oleg P. (36) wird abtransportiert.
Nach den Schüssen von Angermund: Der dreimal getroffene und schwerst verletzte Oleg P. (36) wird abtransportiert.
Foto: Gerhard Berger
Düsseldorf –  

Dass der 36-jähriger Oleg P. (Name geändert) noch lebt, grenzt an ein Wunder: Drei Schüsse trafen ihn in den Oberkörper (allerdings nicht – wie ursprünglich berichtet – in den Kopf). „Der Notarzt gab ihm kaum eine Überlebenschance … aber die Ärzte vollbrachten ein Wunder“, sagt Staatsanwalt Christoph Kumpa.

Nur einen Tag nach der mörderischen Attacke im Wald bei Angermund gelang der Mordkommission „Kalkstraße“ Donnerstagnachmittag ein spektakulärer Fahndungs-Blitzerfolg: Der dringend tatverdächtige Boris S. (48, Name geändert) wurde an seinem Wohnort in der Nähe von Recklinghausen vom SEK festgenommen.

Ausgerechnet Oleg P. selbst war es, der den Ermittlern den entscheidenden Hinweis auf den Täter gab – kurz bevor er ins Koma fiel: Nachdem er schwerst verletzt vom Waldparkplatz auf die Lintorfer Waldstraße vor das Auto eines 58-jährigen Elektrikers gestürzt war, soll er diesem gesagt haben: „Boris wollte mich töten!“ Und er soll ihm sogar den Namen des Angreifers genannt haben. Die Ermittler selbst konnte mit dem Opfer nicht sprechen: Die Not-OP und die lebensgefährlichen Verletzungen machten das unmöglich.

Dennoch bemühten sich Kumpa und die Mordermittler aus dem Polizeipräsidium gestern fieberhaft um einen Haftbefehl gegen Boris S. „Wir hätten sonst riskiert, dass der Tatverdächtige in ein Flugzeug steigt und weg ist“, so Kumpa.
Beide, Schütze Boris S. und Schussopfer Oleg P., stammen aus einem Staat der früheren Sowjetunion, sollen aber seit Jahren in Deutschland leben.

Zum Motiv für die Schüsse von Angermund wollen die Ermittler erst während einer Pressekonferenz am Freitag nähere Einzelheit sagen. Fest scheint allerdings zu stehen: Zwischen Täter und Opfer gab es keine Beziehung mit kriminellem Hintergrund. Spekulationen, es könnte sich um einen missglückten „Rip-Deal“ gehandelt haben (also einen Betrugsversuch rund um das Auto von Oleg P., einen Honda) wies Staatsanwalt Kumpa zurück.

Auch interessant
Weitere Meldungen aus dem Bereich Düsseldorf
Eine junge Frau wurde mit einem halben Kilogramm Koks erwischt. Sie wollte damit ihren Sohn retten.
Sechsjähriger ist herzkrank
Mutter wurde für Sohn zur Drogenschmugglerin

Roxette P. muss für zwei Jahre und zehn Monate in den Knast. Die junge Frau hatte ein halbes Kilo Koks in einer Handtasche mit doppelten Boden ins Land geschmuggelt - um ihren herzkranken Sohn zu retten.

Die Polizei hat den Verkehr auf der Rheinkniebrücke auf eine Spur zusammengeführt und kontrolliert verdächtige Fahrzeuge.
Große Kontrolle
Düsseldorfs Brücken dicht! Verkehrschaos!

Die Beamten sind auf allen sechs Düsseldorfer Rheinbrücken im Einsatz und kontrollieren Autos.

Heinrich M. klagte nach Unterschlagung auf Wiedereinstellung
Klage gegen Kündigung
100.000 Euro unterschlagen - Verwaltungsangestellter will Job zurück

Erst wurde ihm wegen Unterschlagung gekündigt, jetzt klagt der Mann auf Wiedereinstellung. Doch das Gericht sagt: Die Kündigung ist wirksam!

FACEBOOK
EXPRESS Düsseldorf on Facebook
Düsseldorf-Galerien
Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:
News aus Düsseldorf
Alle Videos
Fortuna-News