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90 Millionen!: Düsseldorf muss sich Geld leihen

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OB Thomas Geisel und Stadtkämmerin Dorothee Schneider.

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J. Philippi-Gerle

Düsseldorf -

Das gab es seit 2008 nicht mehr. Die Stadt Düsseldorf muss sich Geld bei einer Bank leihen.

90 Millionen Euro nimmt Stadtkämmerin Dorothee Schneider auf. Zinslos, zurückzuzahlen bis zum 30. November diesen Jahres.

Für Düsseldorfs OB Thomas Geisel (52, SPD) offenbar kein großes Ding. „Wir werden gleichzeitig den 40 Millionen Kredit bei der Messe Düsseldorf zurückzahlen, der mit 0,1 % finanziert war und es gibt sehr berechtigte Hoffnung, dass wir den neuen Kredit auch fristgerecht zurückzahlen.“

Wenn nicht? „Dann wird er halt verlängert.“

Schneider begründet den kurzfristigen Kredit mit erneuten Rückzahlungen von Gewerbesteuern aus den letzten fünf Jahren.

109 Millionen Euro sind kurzfristig fällig. Diese Häufung sei absolut ungewöhnlich.

Ist Düsseldorf noch schuldenfrei? Für Geisel ist es nur eine Definitionsfrage.

Für die FDP ist die erneute Kreditaufnahme, dieses Mal sogar bei einer Bank, ein Ärgernis. Sie will bis Mitte September klare Konzepte zur Erhöhung des Geldpolsters, will ansonsten aus dem Regierenden Ampel-Bündnis aussteigen.