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3-Jährige vor S-Bahn gestürzt: Das Karnevalswunder von Großenbaum

Eine S-Bahn bei der Einfahrt in den Bahnhof Großenbaum. Von diesem Bahnsteig war der Kinderwagen zwischen die Gleise gestürzt.

Eine S-Bahn bei der Einfahrt in den Bahnhof Großenbaum. Von diesem Bahnsteig war der Kinderwagen zwischen die Gleise gestürzt.

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Uwe Schaffmeister

Duisburg -

Es sollte ein lustiger Ausflug zum Rosenmontagszug nach Düsseldorf werden. Doch für Irena L. (30), ihren Mann Marco (41) und Töchterchen Leonie (3, alle Namen geändert) endete der Ausflug im Horror: Das kleine Mädchen stürzte vom Bahnsteig vor eine S-Bahn. Doch dann das Wunder: Das Kind bleibt fast unverletzt, erleidet nur Prellungen und Hautabschürfungen.

Am Montagvormittag macht sich die kleine Familie auf den Weg von ihrer Wohnung in Duisburg nach Düsseldorf zum großen Rosenmontagszug. Dafür will die Familie erst mal einen richtigen Zug nehmen – die S-Bahn von der Haltestelle in Großenbaum. Mit zahlreichen anderen Jecken stehen die Eltern auf dem Bahnsteig, unterhalten sich.

Einen Augenblick lang lassen sie den Kinderwagen los. Dieser Moment reicht aus, damit der Wagen auf dem leicht abschüssigen Bahnsteig wegrollt. Bis die Eltern das bemerken, ist der Buggy schon über die Kante gekippt, landet auf den Gleisen.

Genau zu diesem Zeitpunkt fährt die S-Bahn in den Bahnhof ein – ein grauenvoller Anblick für den Lokführer, der sofort eine Notbremsung einleitet, aber genau weiß: Das reicht niemals! Der Zug rollt über den Kinderwagen weg, der zum Glück mitten im Gleisbett und nicht auf den Schienen lag. Rettungskräfte der Feuerwehr können das eingeklemmte Kind befreien, fahren es sofort in die Unfallklinik in Buchholz.

Die Mutter erleidet einen schweren Schock, auch sie muss sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Dienstagmorgen dann die unglaubliche Nachricht. Das Mädchen hat nur ganz leichte Verletzungen erlitten. Mittags konnte Leonie wieder nach Hause.