Tatort 1: Die Lennéstraße im Herzen von Pempelfort: Hier wurde die Frau zwischen zwei Autos gezerrt und das erste Mal vergewaltigt.
Foto: GehringEs ist ein Alptraum, ein Horrorszenario: Eine junge Frau wird auf ihrem nächtlichen Heimweg hinterrücks angegriffen. Der fremde Mann zieht die 26-Jährige zwischen zwei parkende Autos – und vergewaltigt sie. Niemand hört die Frau schreien, keiner kommt ihr zu Hilfe – im Gegenteil: Der Alptraum geht weiter!
Nein, man mag sich nicht vorstellen, was der jungen Frau in der Nacht zu Sonntag auf der Lennéstraße, im beliebten und sonst so ruhigen Szeneviertel Pempelfort, passiert ist. Denn der brutale Vergewaltiger, ein etwa 1,70 Meter großer, dicklicher Mann, denkt gar nicht daran, sein Opfer nach der Tat gehen zu lassen.
Polizei-Sprecherin Susanna Heusgen: „Anschließend zwang er das Opfer, ihm zu folgen. Dabei ging er von der Lennéstraße nach links in die Schloßstraße und dann nach rechts in die Annastraße. Dort vergewaltigte er das Opfer auf einem Spielplatz erneut.“
Die beiden Tatorte sind 500 Meter voneinander entfernt, 500 Meter, die das Opfer seinem Peiniger folgen muss. Vorbei an Lokalen. Sogar an einem Taxistand kommen der Vergewaltiger und die 26-Jährige vorbei. Hat denn wirklich niemand etwas bemerkt? Die Anwohner sind fassungslos. Auch zwei Tage nach der Tat ist die Angst auf Pempelforts Straßen spürbar.
Hätte sie nicht um Hilfe rufen können? „In so einer Situation gibt es weder richtiges, noch falsches Verhalten. Die Frau war in einer Notsituation und hatte Todesangst“, so die Polizeisprecherin. „Dass niemandem etwas aufgefallen ist, ist in einem derart belebten Viertel fast nicht möglich. Wir suchen dringend nach Zeugen, denen etwas Ungewöhnliches aufgefallen ist.“
Die junge Frau selbst steht noch immer unter Schock, sie hat Zuflucht bei ihren Eltern außerhalb der Stadt gesucht. In der nächsten Woche soll sie erneut befragt werden.
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