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100-Kilo-Mann: Dieser Drogenschmuggler liebt Schokolade

schmuggler

Gleich vier Wachtmeister halten Francis D. im Gericht in Schach.

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Kirchner

Düsseldorf -

Francis D. (43, Name geändert) ist ein Riese. Und er liebt Schokolade.

Der zwei Meter große 100-Kilo-Mann leidet im Knast unter einem Haftkoller, dreht ständig durch. Aber wenn man ihm Schokolade gibt, wird er gleich wieder ruhig.

Deshalb haben die Wachtmeister im Knast immer etwas Süßes parat.
Jetzt  musste Francis D. vor Gericht. War dort sanft wie ein Lamm. Mit Medikamenten ruhig gestellt.

Dennoch misstraute man dem Frieden und schickte acht (!) fast ebenso große und bullige Spezialkräfte, die den Bauarbeiter aus Curacao in Handschellen vorführten.

„Mir fehlen die Proteine”

Wie er sich in Haft fühlen würde, fragte der Richter. Ein verlegenes Lächeln: „Mir fehlen halt die Proteine.“ Und im Hausgefängnis wünschte sich der Koloss prompt: „Kann ich ein Steak haben?“

Mit magerer Gefängniskost muss er sich seit knapp vier Wochen abfinden, weil er am Flughafen als Drogenschmuggler - als sogenannter Body-Packer - geschnappt wurde.

„Zuhause ist alles so teuer“, sagte Francis D. vor Gericht. Deshalb habe er über ein Kilo Koks, abgepackt in kleinen Beuteln, geschluckt. Sein Auftrag: Die Drogen über Deutschland nach Amsterdam zu bringen.

Riese leidet unter latenter Psychose

Dafür winkten 5000 Euro Belohnung. Damit hätte er seine Schulden abzahlen können. Doch stattdessen klickten in Düsseldorf die Handschellen. Deswegen sitzt er nun also hier im Gefängnis - und vor Gericht.

Eigentlich müsste Francis D. wegen einer latenten Psychose Medikamente nehmen. Aber die machten ihn angeblich immer müde und sorgten dafür, dass er in in Curacao schon einen  Autounfall baute.

Er setzte die Pillen ab. Wird seitdem aber des öfteren aggressiv, schlägt wild um sich. Wie häufig auch im Knast. Gut, dass es den Trick mit der Schokolade gibt.

Der Prozess gegen den Riesen geht weiter.