Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.
Express.de | „Halbmond-Streit“ in Neuss: Abgeordnete Sylvia Pantel warnt vor Muslimen in der CDU
06. May 2014
http://www.express.de/2934844
©

„Halbmond-Streit“ in Neuss: Abgeordnete Sylvia Pantel warnt vor Muslimen in der CDU

Warnt vor Muslimen in der CDU: die Abgeordnete Sylvia Pantel.

Warnt vor Muslimen in der CDU: die Abgeordnete Sylvia Pantel.

Düsseldorf -

Das katholische Neuss ist in Aufruhr: Ein türkischer CDU-Stadtratskandidat verzierte seine Wahlpräsente mit dem Halbmond. Düsseldorfs CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel meldete sich dazu auf einer obskuren Veranstaltung zu Wort.

Der Neusser CDU-Mann Sebastian Rosen hatte Ende vergangener Woche zu einer Veranstaltung ins Kardinal-Bea-Haus geladen. Anlässlich der Neusser „Halbmondaffäre“ um den Stadtratskandidaten Yasir Calik ließ Rosen die Frage stellen: Wie christlich ist die Union eigentlich noch?

Auch Sylvia Pantel war gekommen. Die Bundestagsabgeordnete aus Eller. Sie kritisierte auf dieser Veranstaltung die Politik ihrer Partei, auch um Migranten und Muslime zu werben. „Wir müssen schauen: Wohin orientieren wir uns, wer ist unsere Wählerschaft und ob Minderheiten nicht Mehrheiten majorisieren“.

Haben Sie etwas gegen Muslime, Frau Pantel? „Nein, natürlich nicht“, sagt sie im persönlichen Gespräch mit dem EXPRESS. „Aber unser Grundgesetz basiert auf christlichen Werten. Wer zu uns kommt, muss das akzeptieren. Ich glaube, dass viele Leute Angst vor dem Islam haben.“

Aussagen, die Bülent Arslan, den Vorsitzenden des deutsch-türkischen Forums in der NRW-CDU, enttäuschen: „Das verstärkt die Vorurteile bei Migranten gegenüber der CDU. Ich glaube, Frau Pantel begreift in diesem Themenfeld intellektuell vieles nicht. Sie ist aber auch nur eine unbedeutende Politikerin innerhalb der CDU. Das hat ihr Wahlergebnis auf dem Landesparteitag ja gezeigt.“

Auf jenem Parteitag hatte Pantel den Ausschluss von radikalen Muslimen aus der CDU gefordert. Abgestimmt wurde über ihren Antrag nicht.

„Radikalinskis haben bei uns ohnehin keinen Platz“, sagt Düsseldorfs CDU-Parteichef Thomas Jarzombek. Er erntete dagegen Applaus für seine These: „Es ist uns egal, woher die Leute kommen. Wichtig ist, wo sie hin wollen. Damit ist das Thema für mich erledigt. Ein Gespräch mit Frau Pantel wird es nicht geben.“