Hamburg - So ein Kinderspielzeug kann ganz schön nützlich sein - besonders, wenn man einen größeren Coup plant...
In Hamburg und Hannover wurden jetzt Fälle bekannt, wo Kinder mit einem Mini-Radio aus dem "Micky Maus"-Heft den Polizeifunk abgehört haben soll. Das berichtet die "Hamburger Morgenpost".
Auch ein "Micky Maus"-Sammler aus Hürth meldete sich jetzt bei EXPRESS.DE: "Ja es funktioniert, ich kann den Polizeifunk klar und deutlich hören."
Polizeisprecherin Ulrike Sweden bestätigte der Hamburger Zeitung: "Wir haben Hinweise erhalten und die Kripo prüft nun, ob ein Verstoß gegen das Fernmeldegesetz vorliegt."
Zunächst hatten sich in Hannover besorgte Eltern gemeldet. Sie berichteten, dass ihre Pänz die Funksprüche der Ordnungshüter mithören könnten. Die Hannoveraner Polizeisprecherin Petra Holzhausen: "Wir gehen hier von zufälligen Einzelfällen aus." Doch dann die gleichen Meldungen aus Hamburg und Hürth.
Konkret geht es um ein weißes Radio im Taschenformat, das dem aktuellen Heft 12 der "Micky Maus" beiliegt. Die Auflage liegt bei 314.000 Stück. Die Kripo hat mehrere Geräte besorgt und prüft nun, ob der Polizeifunk damit zu empfangen ist.
Der "Micky Maus"-Verlag Ehapa wehrt sich gegen die Vorwürfe. Verlags-Sprecherin Elke Schickedanz: "Das Gerät ist in China hergestellt, wir haben es aber penibel in einem renommierten Institut für Spielzeugsicherheit prüfen lassen. Demnach liegt der Empfangsbereich nur zwischen 88 und 108 Megaherz und das bedeutet, das nur Radio-Sender empfangen werden können."
Übrigens: Strafbar machen sich die vielen kleinen "Micky Maus"-Fans nicht, wenn sie ungewollt den Polizeifunk abhören. Aber manche der Meldungen sind sicherlich nicht für Kinderohren gedacht.
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