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Empfehlen | Drucken | Kontakt 20.02.2013 - 10:21 Uhr

Hacker-Angriff: Apple-Mitarbeiter fangen sich Viren ein

Laut Apple wurden keine Daten bei dem Hacker-Angriff geklaut.
Laut Apple wurden keine Daten bei dem Hacker-Angriff geklaut.
Foto: dpa
Cupertino –  

Nutzer von Apples Mac-Computer mussten sich früher so gut wie keine Sorgen um Viren und andere Schadsoftware machen, doch diese Zeiten sind vorbei. Jetzt wurden ausgerechnet die Macs mehrerer Apple-Mitarbeiter infiziert.

Der US-Konzern ist Ziel eines Hacker-Angriffs geworden. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass irgendwelche Daten das Unternehmen verlassen hätten, teilte Apple am Dienstagabend mit.

Mitarbeiter riefen infizierte Webseite auf

Nur eine geringe Anzahl von Computern von Mitarbeitern sei von Schadsoftware befallen gewesen. Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg war dies Teil eines Angriffs aus Osteuropa, von dem bis zu 40 Unternehmen betroffen gewesen seien.

Die Hacker hätten das selbe Programm eingesetzt, mit dem im vergangenen Monat das Online-Netzwerk Facebook ins Visier genommen wurde, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen. Medienberichten zufolge wurden die Computer befallen, wenn Mitarbeiter eine infizierte Website für Entwickler mobiler Programme besuchten.

Java als Schwachstelle

Auch Facebook hat nach Angaben vom Wochenende keine Anzeichen dafür, dass Nutzerdaten in Mitleidenschaft gezogen worden seien. In beiden Fällen diente eine zuvor nicht bekannte Schwachstelle in der Java-Software als Einfallstor. Apple will die Sicherheitslücke mit einem Software-Update stopfen. Java ist weit verbreitet im Internet, gilt aber schon seit einiger Zeit als Sicherheitsrisiko.

Ermittler vermuteten die Urheber der Attacken in Osteuropa und hätten in zumindest einem Fall die Spur in die Ukraine zurückverfolgt, berichtete Bloomberg. Ziel sei es wohl gewesen, Informationen wie Firmengeheimnisse zu sammeln, die später weiterverkauft werden können. Zudem kann man Wissen über Mitarbeiter für personalisierte Angriffe zum Beispiel per E-Mail einsetzen, und dadurch ins Firmen-Netzwerk gelangen.

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