Empfehlen | Drucken | Kontakt05.01.2009 - 00:00 Uhr

Abmahnungswelle droht: Sex-Anbieter Hustler macht Jagd auf Porno-Piraten

Wegen Finanzkrise: Die US-Pornoindustrie will Geld vonm Staat.
Wegen Finanzkrise: Die US-Pornoindustrie will Geld vonm Staat.
Foto: Getty

Es wird immer heikler für Raubkopierer und Filesharer. Bislang standen vor allem MP3-Piraten und Hollywood-Blockbuster-Diebe im Fadenkreuz der Ermittler. Jetzt geht's auch Usern an den Kragen, die illegal Porno-Bilder und Schmuddelfilmchen herunterladen.

Der internationale Sex-Konzern Hustler will konsequent gegen Porno-Piraten vorgehen. Wer Copyright-geschützte Daten des Porno-Anbieters per eMule oder BitTorrent herunterlädt und verbreitet, muss mit Abmahnungen rechnen.

Um die Porno-Piraten zu identifizieren, hat Hustler die Augsburger Firma Media Protector engagiert, berichtet Heise-Online.

Media Protector sammelt im großen Stil IP-Adressen von Tauschbörsen-Nutzern, die gegen Copyright-Bestimmungen verstoßen und leitet diese Informationen an die Staatsanwaltschaft weiter.

"Wir haben allein in Deutschland bereits rund 200.000 Copyright-Verstöße festgestellt", so Media Protector-Gründer Rainer Strassmeier.

Kritiker halten das Vorgehen der Piraten-Jäger für problematisch. Gerade Porno-Filesharer würden die Geldforderungen der Industrie oft bereitwillig zahlen, um einem peinlichen Gerichtsprozess zu entgehen. Dabei sind die gesammelten Daten häufig nicht zuverlässig und die Forderungen überzogen.

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