Ihre Augen sehen traurig aus. Hinter jedem Tier, das hier hinter Gittern lebt, steckt eine herzzerreißende Geschichte. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Tierheim Dellbrück geben ihr Bestes. Aber auch sie können ein gemütliches Zuhause für ihre kleinen Schützlinge nicht ersetzen.
Alleine in den Sommerferien sind bei uns 57 Hunde und 114 Katzen abgegeben worden. Dazu kommen noch viele andere Kleintiere. Es ärgert mich nach 30 Jahren Arbeit im Tierschutz immer noch maßlos, wie mit den Lebewesen umgegangen wird“, so Tierheim- Leiter Bernd Schinzel. Sein größtes Problem in diesem Sommer: „Es werden immer mehr Katzen gefunden. Da es kein Kastrationsgesetz gibt, vermehren sich die Katzen wie wild. Viele Halter interessiert das nicht. Deshalb fordern wir schon lange, dass die Katzen sofort kastriert werden.“
Schinzel fordert aber auch eine bessere Erziehung von Kindern in puncto Tierschutz. „Wir müssen die Kinder noch besser daran erinnern, was es heißt, ein Tier anzuschaffen. Deshalb lade ich alle Eltern gerne zu uns ein.“
Hätten sich die Halter besser über die Folgen informiert, wäre es Dackeldame Martha vielleicht nicht so schlimm ergangen. Sie wurde vor einem halben Jahr wegen eines Leistenbruchs einfach ausgesetzt. Oder die Katerbrüder Tom und Finn, die verwahrlost in einem Hausflur gefunden wurden.
Schinzel: „Es sind aber auch Kleintiere, die Probleme bereiten.“ Denn Frettchen und Co. können überall gekauft werden, doch das meist ungeschulte Personal verkauft auch schon mal ein Pärchen, das sich gerne vermehrt. „Und so kommen die Tiere dann haufenweise in Kartons zu uns.“ Seine ganze Hoffnung setzt der Tierheimleiter auch in die Tiervermittlung, damit die Menschen die Tiere nicht im Stich lassen. Alle Informationen unter Tel.: (0221) 68 49 26.
Auf zur Festmeile
Das wird ein Fest: Wenn am 24. und 25. September die Dellbrücker Fest-Meile zum 33. Mal ihre Pforten öffnet, ist für Groß und Klein viel geboten: Los geht es zwischen Bergisch Gladbacher Straße und Bahndamm am Samstag um 14 Uhr.
"Dellbrück hat fünf Sterne verdient"
Hotel-Chef Günter Pütz wohnt schon seit zehn Jahren hier im Veedel. Der Chef des legendären Wasserturm-Hotels ist sich nicht zu schade, den Wocheneinkauf selbst zu erledigen. EXPRESS zeigt er seine Lieblingsorte.
Der Kiosk ist meine Lebensaufgabe
Der Tag hat für sie nicht genug Stunden. Aber Kathi Rockenberg hat das Lachen nicht verlernt. Als alleinerziehende Mutter von drei Kindern ist sie die Chefin des Büdchen an der Haltestelle Hauptstraße.