Es sind drei Namen, die für die Tradition im Veedel sprechen: Hans Jungkenn, Bernhard Schütz und Kurt Richter. Alle drei sind mit dem Ort verwurzelt. „Unser Ort ist deshalb so liebenswert, weil wir hier jeden aufnehmen“, sagt Bernhard Schütz. 19 Jahre lang war er Kamelle-Meister bei der KG Uh. „Jedes Jahr habe ich Strüßjer, Kamelle und vieles andere eingekauft. Immer waren es 55 000 Mark“, sagt der „Kamelle-Bum“, wie er überall genannt wird. 2004 hat er sich aber aus dem Karneval zurückgezogen. „Die Jugend ist oft besser, als immer behauptet wird. Die können das auch.“ Hans-Paul Jungkenn war 1974 Jungfrau im Kölner Dreigestirn.
„Dellbrück hat sich gewaltig verändert. Ich erinnere mich noch gerne an das Kopfsteinpflaster auf der Hauptstraße.“ Früher, sagt der Karnevalist, habe es im Veedel 13 Metzgereien gegeben. „Heute sind es noch zwei. Trotzdem finde ich den Mix auf der Hauptstraße super. Die Vielfalt ist wirklich nicht zu überbieten.“
Das findet auch Kurt Richter. 1999 war er Prinz vun Kölle. „Es ist gemütlich hier und wir haben tolle Menschen, die unser Veedel bereichern.“ Passend dazu singt der „Kamelle- Bum“ das Dellbröck-Leed: „Mir sind kein Buur un kein Lück aus der Stadt.“ Das stimmt nach Meinung der drei auch. „Wir sind eben ein Mischmasch aus Städtern und Landleuten. “
Auf zur Festmeile
Das wird ein Fest: Wenn am 24. und 25. September die Dellbrücker Fest-Meile zum 33. Mal ihre Pforten öffnet, ist für Groß und Klein viel geboten: Los geht es zwischen Bergisch Gladbacher Straße und Bahndamm am Samstag um 14 Uhr.
"Dellbrück hat fünf Sterne verdient"
Hotel-Chef Günter Pütz wohnt schon seit zehn Jahren hier im Veedel. Der Chef des legendären Wasserturm-Hotels ist sich nicht zu schade, den Wocheneinkauf selbst zu erledigen. EXPRESS zeigt er seine Lieblingsorte.
Der Kiosk ist meine Lebensaufgabe
Der Tag hat für sie nicht genug Stunden. Aber Kathi Rockenberg hat das Lachen nicht verlernt. Als alleinerziehende Mutter von drei Kindern ist sie die Chefin des Büdchen an der Haltestelle Hauptstraße.