Den 14. Juni 2008 werden die Thielenbrucher so schnell nicht vergessen: Der ehemaliger UdSSR-Staatspräsident, Michail Gorbatschow, gab sich in der Privatvilla der Familie Patzer die Ehre.
Wie war es dazu gekommen? Die Bürgergesellschaft Thielenbruch hatte den Nobelpreisträger zur Ordensverleihung für „Zivilcourage und Charakter“ eingeladen und er kam wirklich vorbei. „Zwei Jahre Vorbereitung hat es gebraucht, bis alles klar war“, erzählte Vereinschef Klaus Herre. Soziologie-Prof. Erwin Scheuch, Hanns Schaefer, Vorsitzender von Haus & Grund, Bischof Lehmann und Friedrich Merz waren die vorherigen Preisträger. „Meine Frau kam dann auf Gorbatschow. Und ich dachte, ich versuch' es einfach mal“, sagte Herre. Zwei Monate brauchte er allein, um „Gorbis“ Adresse ausfindig zu machen: „Aber ich bin immer drangeblieben.“
Das Anwerben von Laudator Ex- Außenminister Hans-Dietrich Genscher war dagegen vergleichsweise ein Kinderspiel. „Das war schon krass. So ein weltweit bekannter Mensch in unserem Veedel“, erinnert sich Bubi Brühl noch heute an diesen Tag. Hans- Dietrich Genscher hielt die Laudatio. Damals begrüßte Genscher seinen Polit-Kollegen und Freund mit: ,,He, Sportsfreund, lange nicht gesehen.“ „Gorbi“ genoss damals seinen Tee mit Zitrone und Obsthäppchen. Insgesamt zwei Stunden blieb er in Thielenbruch und lobte Köln über den Klee. „Hier haben mir die Ärzte schon sehr oft geholfen. Deshalb bin ich mit dieser Stadt ewig verbunden.“
Auf zur Festmeile
Das wird ein Fest: Wenn am 24. und 25. September die Dellbrücker Fest-Meile zum 33. Mal ihre Pforten öffnet, ist für Groß und Klein viel geboten: Los geht es zwischen Bergisch Gladbacher Straße und Bahndamm am Samstag um 14 Uhr.
"Dellbrück hat fünf Sterne verdient"
Hotel-Chef Günter Pütz wohnt schon seit zehn Jahren hier im Veedel. Der Chef des legendären Wasserturm-Hotels ist sich nicht zu schade, den Wocheneinkauf selbst zu erledigen. EXPRESS zeigt er seine Lieblingsorte.
Der Kiosk ist meine Lebensaufgabe
Der Tag hat für sie nicht genug Stunden. Aber Kathi Rockenberg hat das Lachen nicht verlernt. Als alleinerziehende Mutter von drei Kindern ist sie die Chefin des Büdchen an der Haltestelle Hauptstraße.