"Novello“ an der Dellbrücker Hauptstraße. Eine Kundin kommt mittags rein „Ist mein Grappa schon da?“. Christiane Dinekli antwortet, sie reicht kandierte Tomaten und französischen Ziegenkäse. Sie kennt alle Weine und Liköre, kann erklären, was die besten Salze der Welt sind, welche Kräuter in die „Bauernspaghettti“ kommen und wie jeder Käse, jede Salami und jeder Schinken genau gemacht wird. Sie ist eine Expertin in Sachen Genuss. Es gibt Dellbrücker, die sind nach San Francisco gezogen, und Frau Dinekli muss ihnen einmal im Jahr ein Paket mit Schlemmereien schicken. „Die meisten Leute, die zu mir kommen, sind Stammkunden.“
Doch auch an der Genussbranche ging die Wirtschaftskrise nicht vorbei. „Man hat es schon deutlich gemerkt.“ Resi (22) macht hier ihre Lehre zur Einzelhandelskauffrau. Sie steht auf den grünen Wasabi- Käse. Denn bei dieser Ausbildung gilt: Naschen ist erlaubt. „Das muss auch so ein, weil man ja nur Sachen empfehlen kann, die man selbst ausprobiert hat.“ Die Azubinen fingen meistens mit lieblichem Wein an. „Sie kommen ja von der Cola.“ Und trinken dann am Ende der Ausbildung am liebsten den Trockenen. So etwas nennt sich wohl Genussschule. Resi will wenn sie fertig ist nach Japan. In die Heimat des Wasabis.
Auf zur Festmeile
Das wird ein Fest: Wenn am 24. und 25. September die Dellbrücker Fest-Meile zum 33. Mal ihre Pforten öffnet, ist für Groß und Klein viel geboten: Los geht es zwischen Bergisch Gladbacher Straße und Bahndamm am Samstag um 14 Uhr.
"Dellbrück hat fünf Sterne verdient"
Hotel-Chef Günter Pütz wohnt schon seit zehn Jahren hier im Veedel. Der Chef des legendären Wasserturm-Hotels ist sich nicht zu schade, den Wocheneinkauf selbst zu erledigen. EXPRESS zeigt er seine Lieblingsorte.
Der Kiosk ist meine Lebensaufgabe
Der Tag hat für sie nicht genug Stunden. Aber Kathi Rockenberg hat das Lachen nicht verlernt. Als alleinerziehende Mutter von drei Kindern ist sie die Chefin des Büdchen an der Haltestelle Hauptstraße.