Da holt der 105 Kilo-Schrank Thomas Gödtel (29) zu einem seiner gefürchteten Schlagschüsse aus, hämmert den Puck Richtung Ingolstädter Tor und trifft – seinen Mitspieler Ashton Rome!
Vom 27-Jährigen aus fliegt die Scheibe in den Panther-Käfig, es ist das 4:4. Der Dome brodelt. Doch bei Rome ist der Jubler und das Knuddeln mit den Teamkollegen ganz schnell vorbei.
„Ich hatte höllische Schmerzen, habe mir sofort den Handschuh ausgezogen und war richtig erschrocken, wie viel Blut da war“, erzählt der Stürmer. „Ich bin dann sofort zur Bank gefahren, wurde kurz darauf in der Kabine von unserem Mannschaftsarzt Dr. Ulf Blecker behandelt, anschließend ging es ins Krankenhaus.“
Gödtels Hammer hat schlimme Folgen. „Das Endglied des rechten Mittelfingers ist gesprengt, der Daumen dick geschwollen. „Die Finger sind zwischen Puck und Schläger zertrümmert worden“, meinte das „Opfer“ am Montag, an der Hand dick bandagiert.
„Aber ich bin eben einer, der immer vor dem Tor steht, um da Alarm zu machen. Entweder selbst die Scheibe abzufälschen, oder dem Torwart die Sicht zu nehmen. Ich bin schon oft – auch von Mitspielern – dabei getroffen worden. So heftig allerdings noch nie.“
Die Konsequenz: Ashton ist erst einmal zwei Wochen weg vom Fenster. „Wer weiß, wie lange es dauert, vielleicht geht es ja schneller. Ich bleibe auf jeden Fall hier und will diese Saison unbedingt noch einmal spielen. Ich bin ja kein Weichei“, stellt der rustikale Angreifer klar, der bei den Düsseldorfern bisher ganz starke Leistungen zeigt.
Der Flügelstürmer wurde nachverpflichtet – und ist ein Volltreffer. Nicht nur, dass er auf dem Eis arbeitet wie ein Tier, Rome ist auch noch gefährlich. Zwölf Tore hat der kantige Angreifer bereits auf dem Konto, bereitete weitere zwölf vor!
„Ich habe mich auf Anhieb hier gut zurechtgefunden und wohlgefühlt. Es macht sehr viel Spaß für die DEG zu spielen, deshalb will ich ja auch noch einmal zurück.“
Wie sieht es nächste Saison aus? „Ich würde sehr gerne hier bleiben und hoffe, dass es für den Klub in der DEL weitergeht. Hier zu spielen ist einfach toll. Wenn ein Angebot kommt, bleibe ich! Zumal es auch meiner Frau in Düsseldorf hervorragend gefällt.“ Ashton hat nun ja 14 Tage Zeit, sich seine neue Heimat noch genauer anzusehen.
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