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2:3 gegen München: Schnarch-DEG schenkt Bullen den Sieg

Die DEG am Boden: Colin Long kriecht über das Eis, links Mike Kompon.
Die DEG am Boden: Colin Long kriecht über das Eis, links Mike Kompon.
 Foto: Ovelgönne
Düsseldorf –  

Als der allerletzte Schuss von Marc Zanetti – praktisch mit der Schluss-Sirene – um Zentimeter am linken Münchner Pfosten vorbeirauschte, war die Enttäuschung bei den Düsseldorfern riesengroß: 2:3-Pleite gegen den EHC!

„Wir waren nach dem 0:3-Rückstand nach dem ersten Drittel in einem tiefen Loch“, meinte Zanetti nach der bitteren Niederlage frustriert. „Da sind wir nicht mehr herausgekommen.“

Selten hatten sich die Düsseldorfer so einen Schnarch-Auftritt geleistet wie in den ersten 20 Minuten gegen die „Roten Bullen“: Gedanklich langsam, immer einen Schritt zu spät.

Das bestraften eigentlich biedere Münchner böse: Blake Sloan und Brent Aubin brachten eine verdiente 2:0-Gästeführung auf den Videowürfel. Und als dann auch noch der frühere DEG-Torjäger Klaus Kathan in Überzahl in die kurze Ecke traf (Bubi-Keeper Felix Bick sah dabei alt aus) hatten die 22 mitgereisten Fans (!) aus der bajuwarischen Landeshauptstadt mächtig Spaß in den Backen.

Düsseldorf bis dahin total pomadig. Aber es war wieder einmal der Calle mit der Kelle, der zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war: Schweden-Knipser Ridderwall reagierte blitzschnell, staubte nach einer abgeprallten Scheibe cool zum Anschlusstreffer ab.

Es hätte sogar das große DEG-Glück sein müssen, dass sich Münchens Martin Buchwieser zu einer Tätlichkeit gegen Linienrichter Kowert hinreißen ließ (der ihn an der abstrusen Idee hindern wollte, sich mit Düsseldorfs Angreifer-Schrank Ashton Rome zu prügeln) – Matchstrafe! Doch die Hausherren, die schon das 1:3 nicht dazu veranlasst hatte, einen Gang raufzuschalten, ließen fünf Überzahlminuten kläglich ungenutzt.

Und als die Gastgeber das Gäste-Gehäuse in der Schlussphase endlich unter Dauerbeschuss nahmen, konnte sich der EHC auf einen hervorragend aufgelegten Ex-DEG-Publikumsliebling Jochen Reimer verlassen, der das zweite DEG-Tor durch Marc Zanetti erst kurz vor Schluss zuließ und am Ende den Dreier mit Glück und Geschick über den Zielstrich brachte.

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