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Zauber-Duo im Doppel-Interview: So werden wir noch oft zusammen jubeln

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Kultig: Nach jedem ihrer Tore zelebrieren Reus und Götze den Pogo-Jubel.
Kultig: Nach jedem ihrer Tore zelebrieren Reus und Götze den Pogo-Jubel.
Foto: imago
Köln –  

Ossendorf, an der Autobahn. „SportsTotal“, die größte Spielerberater-Agentur Deutschlands, hat hier ihren Sitz – und ihre Juwele. Bestens gelaunt kommen Marco Reus (23) und Mario Götze (20) ins Büro der Macher Volker Struth (46) und Dirk Hebel (39).

Wir zu Besuch beim magischen Duo! Das Exklusiv-Interview mit den Nationalspielern von Meister Dortmund, die in 2012 den internationalen Durchbruch kometenhaft packten – und noch lange nicht fertig haben...

Franz Beckenbauer hat gesagt, Sie seien das beste Fußball-Duo der Welt. Hat er recht?

Reus: (lacht) Er hat ja Ahnung vom Fußball, hat alles erreicht in seiner Karriere. Aber mal im Ernst: So eine Aussage ist vor allem ein Ansporn, noch besser zu werden und hart zu arbeiten!

Götze: Es war noch relativ früh in der Saison, als er das gesagt hat. Auch deshalb muss man sicher etwas vorsichtig mit der These umgehen. Aber das tun wir ohnehin.

Das beste Duo der Welt müsste doch beim besten Verein der Welt spielen...

Götze: Wir fühlen uns sehr, sehr wohl in Dortmund und beim BVB. Wir haben eine großartige Mannschaft, sind in einem großartigen Verein mit einem tollen Stadion und dem höchsten Zuschauerschnitt Europas. Ich glaube, die Vorrunde war insgesamt in Ordnung. Aber mal schauen, was in der Rückrunde noch so kommt.

Kann Dortmund die Champions League gewinnen?

Reus: Natürlich ist in der Champions League eine Menge möglich. Aber die nächste Hürde Donezk ist schon sehr hoch. Das ist eine gute Mannschaft, die haben neun Brasilianer drin. Und sie haben den Titelverteidiger rausgeworfen! Das werden zwei schwierige Spiele. Grundsätzlich spielt jeder Fußballer, um Titel zu gewinnen. Aber wir bleiben realistisch und kümmern uns jetzt nur um die nächste Aufgabe.

Wer ist denn die beste Vereinsmannschaft der Welt?

Götze: Ich würde schon sagen: Barca. Schon von ihrer Spielphilosophie her. Der FC Barcelona ist zurzeit das Vorbild für viele Vereine, nach wie vor.

Wie haben Sie die Nachricht von Guardiolas Verpflichtung bei den Bayern aufgenommen?

Götze: Ich persönlich hätte nicht damit gerechnet. Für die Bundesliga ist seine Verpflichtung ein großes Zeichen der Wertschätzung gewesen.

Zur Bundesliga. Hätten Sie Ihrem nächsten Gegner Leverkusen diese Runde zugetraut?

Reus: Am Anfang sah es gar nicht danach aus. Aber Bayer hat sich nach und nach gefangen und ist ein richtig gutes Team. Es wird ein Spitzenspiel, wir freuen uns sehr drauf. Wir sind gut in die Rückrunde gestartet, aber wir wissen, wie stark die sind. Sie stehen defensiv kompakt, spielen sehr schnell nach vorne, haben Jungs wie den dynamischen Schürrle. Kießling ist ein Wühler. Castro ist ein richtig guter Zocker. Sidney Sam darf man auch nicht vergessen.

Ist Andre Schürrle Ihr bester Kumpel?

Götze: Wir sind gut befreundet und waren schon zusammen im Urlaub. Wir haben ein gutes Verhältnis. Er ist genauso jung und denkt ähnlich wie wir.

Marco Reus (l.) und Mario Götze im „SportsTotal“-Büro.
Marco Reus (l.) und Mario Götze im „SportsTotal“-Büro.
Foto: Herbert Bucco

Was halten Sie eigentlich von Mesut Özil?

Götze: Er spielt nicht umsonst bei Real Madrid. Er hat seine Leistung gezeigt, viele Assists gegeben, spielt bei einem sehr großen Klub. Jeder sieht seine enorme Qualität.

Özil ist jung ins Ausland gewechselt. Hilft das, reifer zu werden, sich durchzusetzen?

Götze: In seinem Fall war das bestimmt so. Der Schritt hat ihm gutgetan, er hat sich enorm entwickelt. Aber jeder geht seinen eigenen Weg, hat seine eigene Einstellung, ob er ins Ausland möchte.

Das EM-Aus im Halbfinale gegen Italien. Wurmt Sie das eigentlich noch?

Reus: Es bringt nichts mehr, darüber nachzudenken oder sich zu ärgern! Natürlich spukt das bei einem direkt nach so einem Spiel und auch im Sommerurlaub noch im Kopf herum, aber wenn man dann wieder mit dem Training anfängt im Verein, ist das weitestgehend verarbeitet, und man konzentriert sich auf die neue Saison.

Zwei Siege zum Rückrundenstart. Geht der BVB wieder so ab wie in der Rückrunde im Vorjahr?

Götze: Wir haben in der Vorrunde ein paar Punkte liegenlassen, weil wir in manch einer Situation unkonzentriert waren. Wir können jetzt wirklich nur von Spiel zu Spiel denken.

Hilft das „Rumoren“ auf der Bayern-Bank, oder ist der Titel weg?

Reus: Wir können das nicht beeinflussen, wie die Bayern spielen. Es hat den BVB in den vergangenen Jahren ausgezeichnet, dass er nur auf sich selbst geschaut hat.

Was wollen Sie an sich noch verbessern? Müssen Sie noch an Ihren Standards arbeiten?

Reus: Natürlich. Schon als ich in Gladbach war, habe ich extrem daran gearbeitet. Da gab es mit Juan Arango ja auch einen richtigen Experten. Er hat eine grandiose Schusstechnik. Ich will meine auch weiter verfeinern. (lacht) Natürlich habe ich auch schon viele Bälle übers Stadion geschossen. Es gibt immer was zu verbessern.

Was verbessen Sie noch an sich, Herr Götze?

Götze: Meinen linken Fuß. Mein Kopfballspiel, ich bin ja nicht der Größte. Es gibt noch einige Punkte, an denen ich arbeite.

Auch an einem neuen Torjubel?

Reus: Wieso? Finden Sie den nicht schön?

Die Dortmund-Stars mit ihren Beratern Struth und Hebel sowie den Reportern Krücken und Gassmann.
Die Dortmund-Stars mit ihren Beratern Struth und Hebel sowie den Reportern Krücken und Gassmann.
Foto: Herbert Bucco

Na ja, doch.

Reus: (lacht) Wir sind die Ersten, die in der Bundesliga so was machen!

Götze: Das war eine spontane Reaktion.

Ihre Berater Struth und Hebel sind Kölner. Kriegt man da vom Karneval was mit?

Götze: Nicht wirklich. Aber als ich klein war, war ich einmal in Köln am Zug mit dabei!

Reus: (lacht) Ich sollte wohl nicht auf dem Zug mitfahren. Ich weiß nicht, wie die Jecken reagieren würden. Dafür habe ich vielleicht zu oft für Gladbach gegen den FC getroffen…

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