Jürgen Klopp konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Sein BVB raste wie ein ICE durch die Champions League. Zum Abschluss der Gruppenphase feierte der Meister ein 1:0 gegen Man City und holte in der Todesgruppe satte 14 Punkte.
Schon vor dem Kick wehte beste Königsklassenstimmung durch den ausverkauften Signal-Iduna-Park. Die Fans hatten mit einer tollen Choreographie des BVB-Wappens für Gänsehaut-Stimmung gesorgt und bejubelten ihr Team für die grandiosen Vorstellungen in Europa.
Zunächst hatten die Schwarz-Gelben, die von Klopp auf sechs Positionen gegenüber dem Bundesliga-Gipfel in München verändert wurde, Probleme den Rhythmus zu finden.
Trotzdem hatten sie den englischen Meister, der von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan in den letzten fünf Jahren mit einer Milliarde Euro vollgepumpt wurde, total im Griff.
So reichte das Premierentor in der Champions League von Schnäppchen Julian Schieber, der für 5,5 Millionen Euro aus Stuttgart in den Pott wechselte, nach einem präzisen Querpass des eingewechselten Jakub Blaszczykowski, um die weiße Weste zu wahren.
„Ich bin froh, dass es heute geklappt hat und ich das Vertrauen des Trainers rechtfertigen konnte“, freute sich der Matchwinner. „Wir sind ein tolles Team, in dem alle Spieler wichtig sein können. Das haben wir heute wieder bewiesen.“
Erstmals in der Königsklassengeschichte schaffte es der BVB ohne Pleite ins Achtelfinale einzuziehen! Dagegen schied noch nie ein englisches Team ohne einen Sieg aus dem Wettbewerb aus. Peinlich für die Millionäre, die bereits im letzten Jahr kläglich ausgeschieden waren.
Ein bitterer Abend war es auch für Mario Balotelli. Der Italiener, der die deutsche Nationalmannschaft im EM-Halbfinale mit einem Doppelpack alleine abschoss, wurde bei jedem Ballkontakt gnadenlos ausgepfiffen und kassierte wegen Ballwegschlagens die Gelbe Karte.
Jubel auch in Gelsenkirchen: Schalke qualifizierte sich - ebenfalls als Gruppenerster - für die K.O.-Runde.
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