Empfehlen | Drucken | Kontakt12.07.2010 - 19:38 Uhr

Tarquin Hall: Die verschwundene Dienerin

Foto: Cover Heyne Taschenbuch

Darum geht es: Vish Puri, seines Zeichens Privatdetektiv in der indischen Hauptstadt Delhi, steht auf fettige, scharfe Speisen und guten Whisky. In Tarquin Halls Roman „Die verschwundene Dienerin“ muss Puri im heutigen Indien die Unschuld seines Auftraggebers beweisen: Der ist Anwalt, hat sich bei einigen korrupten Beamten mehr als unbeliebt gemacht und wird nun verdächtigt, sein Hausmädchen ermordet zu haben. 

Privatdetektiv Puri stehen dabei vier Mitarbeiter zur Seite, die er der Einfachheit halber mit etwas skurrilen Spitznamen wie „Neonröhre“ oder „Gesichtscreme“ ruft.

So ist es: Die Namen von Menschen, Schauplätzen und auch Snacks mögen für den deutschen Leser exotisch und manchmal etwas verwirrend klingen. Aber dieser Krimi ist durchaus kurzweilig, spannend und unterhaltsam. Der Verlag selbst bezeichnet Vish Puri als den „Hercule Poirot“ von Delhi – dem kann man durchaus zustimmen. Dem Autor Tarquin Hall gelingt es, seine Lesers in die indische Gesellschaft mit ihren oft liebenswerten aber auch manchmal eher abstoßenden Realitäten eintauchen zu lassen. Und das mehrseitige Glossar macht auch Europäer mit indischen Ausdrücken und Redewendungen vertraut, was sich schon beim nächsten Besuch eines indischen Restaurants lohnen könnte.

Die verschwundene Dienerin“ ist das Romandebüt von Tarquin Hall. Weitere Fälle für Vish Puri sollen folgen. Nur zu!

Infos zum Buch

Heyne Taschenbuch, 384 Seiten, 8,95 Euro, ISBN 978-3453434165

kem

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