Ganz vorsichtig klebt Charlotte (5) die Brauseschnecke auf den Zuckerguss. Schließlich soll alles gut halten, an dem Knusperhaus, das in der Vorweihnachtszeit schon zum vierten Mal das Foyer des Kindergartens „An der Eckdorfer Mühle“ verschönern wird. Alle 96 Kinder der städtischen Einrichtung sind den ganzen Vormittag damit beschäftigt, das etwa einen Meter hohe und von Vater Martin Steinbach aus Holz gezimmerte Lebkuchenhaus zu verzieren.
Im Keller der Kita duftet es nach Lebkuchen, und schnell verschwinden die kahlen Holzwände hinter köstlichem dunkelbraunem Lebkuchen, auf den die Kinder insgesamt 54 Tüten Haribo verkleben: Schaummäuse, Brause-Ufos, Toffifee, Smarties, Dominosteine.
Die Idee dazu hatte – wie soll es auch anders sein – eine Mutter. Natascha Schulze ist Konditormeisterin und hat vor ihrer ersten Schwangerschaft die Welt bereist und vielerorts als Patissière gearbeitet. Die 39- Jährige kennt das Geheimnis eines guten Lebkuchenteigs: „Lassen Sie ihn ruhig acht Wochen liegen.“
Es ist ein Riesenspaß: In Gruppen geordnet geht es zum Knusperhaus, jedes Kind darf sich zwölf Süßigkeiten aussuchen, auch wenn es bei manchen mit dem Zählen hapert, und einige Brause-Ufos im Mündchen anstatt auf der Lebkuchenhaus landen – am Ende sind alle 112 Lebkuchenplatten schön geschmückt.
Kita-Chefin Dorothée Hinsel ist begeistert: „Das sieht einfach wunderschön aus.“ Jetzt müssen die Kleinen nur noch bis kurz vor Weihnachten durchhalten, dann sind alle eingeladen, das Kunstwerk gemeinsam aufzuessen.
Papst Johannes Paul der Erste
Erst seit 1980 gibt es das Goldene Buch in der Schlossstadt. Die erste Eintragung blieb dann auch einem prominenten Gast in Brühl vorbehalten: Papst Johannes Paul II., der im November Deutschland besuchte.
Weltkulturerbe Augustusburg
Bereits im 12. Jahrhundert besaßen die Erzbischöfe von Köln in Brühl ein Gut mit Wildpark. EXPRESS erzählt die Geschichte der Brühler Schlösser Augustusburg und Falkenlust, die seit 1984 UNESCO-Welterbestätten sind.
Nächster Halt: Brühl
Sie ist der würdige Nachfolger des „Feurigen Elias“. Das war das Bimmelbähnchen, das früher durch Brühl fuhr. Und mit etwa der gleichen Verspätungsrate kann auch die Linie 18 aufwarten. EXPRESS fährt alle Stationen in Brühl ab.