Da die Erschließung der rheinischen Braunkohle in Brühl 1876 begann, siedelte sich 1888 hier ein erstes Eisenwerk an, das die nötigen Einrichtungen lieferte. Nach der Übernahme des Betriebs durch den Gießereifachmann Georg Sandmann im Jahre 1927 wurde das Eisenwerk Brühl zum führenden Motorblock- und Zylinderkopf-Produzenten in Europa mit in den 1980er Jahren bis zu 3500 Mitarbeitern. Mit 1500 Mitarbeitern (2007) ist der Familienbetrieb immer noch der größte Arbeitgeber der Stadt.
Hinzu kamen Unternehmen der Schließtechnik sowie zur Herstellung von Verpackungen und Verpackungsmaschinen. Ferner befindet sich seit den 1970er Jahren die Zentrale von Renault/Nissan Deutschland in Brühl und mit ihr auch das Zentrallager der Firmen. Zusammen mit dem Eisenwerk Brühl und dem Phantasialand ist diese eine der größten Firmen.
Die 1883 gegründete Zuckerfabrik in Brühl-Ost musste über 100 Jahre später den Betrieb einstellen. Sie war zuletzt im Besitz der Firma Pfeifer & Langen. Auf der großen Industriebrache zwischen Franzstraße und Bergerstraße ist ein neues Wohngebiet entstanden. 1874 übernahm Friedrich Giesler, der in Brühl an verschiedenen Unternehmungen wie Braunkohlegruben und Eisenbahnbau beteiligt war, an der Uhlstraße eine von damals drei in Brühl bestehenden Brauereien. Die übrigen kaufte er später auf. Sein Vermögen war so groß, dass er schon 1832 das Schloss Falkenlust erwarb und später auch das Kloster Benden in Heide.
Im Jahr 1998 wurde der Familienbesitz von der Kölner Dom- Brauerei übernommen. Seitdem wird „Giesler-Kölsch“ nicht mehr in Brühl gebraut. Zurzeit wird Giesler, wie auch Dom Kölsch, bei der Erzquell-Brauerei als Lohn- Brau in Bielstein im Oberbergischen Kreis produziert. Seit 1976 brennt die in Köln gegründete Flimm KG den Magenhalbbitter „Kabänes“ in Brühl.
Papst Johannes Paul der Erste
Erst seit 1980 gibt es das Goldene Buch in der Schlossstadt. Die erste Eintragung blieb dann auch einem prominenten Gast in Brühl vorbehalten: Papst Johannes Paul II., der im November Deutschland besuchte.
Weltkulturerbe Augustusburg
Bereits im 12. Jahrhundert besaßen die Erzbischöfe von Köln in Brühl ein Gut mit Wildpark. EXPRESS erzählt die Geschichte der Brühler Schlösser Augustusburg und Falkenlust, die seit 1984 UNESCO-Welterbestätten sind.
Nächster Halt: Brühl
Sie ist der würdige Nachfolger des „Feurigen Elias“. Das war das Bimmelbähnchen, das früher durch Brühl fuhr. Und mit etwa der gleichen Verspätungsrate kann auch die Linie 18 aufwarten. EXPRESS fährt alle Stationen in Brühl ab.