Das Spitzenspiel BVB gegen Bayer war auch ein Duell von zwei herausragenden deutschen Keepern. Dortmunds Roman Weidenfeller (29) in Weltmeisterform. Auf der anderen Seite der zuletzt fehlerhafte Leverkusener René Adler, der aber im Westfalenstadion an den Gegentoren schuldlos blieb.
„Weide“ hielt überragend. Auf Sky forderten Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn und Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld eine Chance für ihn in der Nationalelf. Da stellt sich einem schon die Frage: Wo war eigentlich Bundestorwart-Trainer Andreas Köpke?
„Die Frage ist berechtigt. Aber das Spiel war am Wochenende und nicht an seinem Wohnort“, sagt Weidenfeller-Berater Michael Becker spitz. Zwar saß Joachim Löws Assistent Hansi Flick auf der Tribüne, doch der für die Keeper verantwortliche Nürnberger glänzte durch Abwesenheit. „Es ist schon verwunderlich, dass er bei einem solchen Spiel nicht vor vor Ort ist. Entweder hat er Wichtigeres zu tun oder er hat sich auf seine drei WM-Torleute schon vor Monaten festgelegt. Da kann Weidenfeller halten wie ein Weltmeister. Wenn Köpke solche Leistungen beharrlich ignoriert, kannst du nichts machen. Da hast du keine Chance.“
Weidenfeller fühlt sich von Köpke ignoriert - obwohl viele Statistiken für ihn sprechen. „Ich liefere seit Jahren meine Leistung ab, habe aber offenbar keine Lobby. Der Kontakt zum Trainerteam beim DFB ist komplett eingeschlafen.“
Und das obwohl ihm Löw mehrfach eine Einladung in Aussicht gestellt hatte. „Zum Beispiel vor der Asienreise. Aber plötzlich war davon keine Rede mehr.“
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