Muss denn die stolze Stadt Bonn alles vom großen Nachbarn Köln abkupfern? Im Leben nicht, entschied der richterliche Fünferrat unter Vorsitz von Landgerichtspräsidentin Gräfin Margarete von Schwerin und zeigte einem närrischen Vorstoß von Kläger Claus Recktenwald, Boss des Anwaltsvereins und Aufsichtsrats-Chef bei Solar World, charmant die Grenzen auf.
Recktenwald (kam mutig unter einem Hippie-Regenbogen-Hut daher) vertrat einen Anonymus, der sich per Gerichtsentscheid nach Kölner Vorbild als Bauer neben Prinz Christoph I. inthronisieren lassen wollte. Weil der Prinz sich als Verstärkung Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch zur Seite holte, kniff der Möchtegern-Bauer und wartete feige unerkannt vor den Gerichtstoren auf das Ergebnis.
Prinz Christoph I. verwies auf seine unersetzliche und schöne Bonna. Aber er bot dem Kläger großzügig an, auf seinen ausgedehnten Ländereien als Bauer aktiv werden zu dürfen. Das Gericht mochte eine „jahrhundertealte Tradition“ nicht kippen, erreichte aber einen wunderbaren Vergleich: Der unterlegene Bauer darf mal mit auf den Rathaus-Balkon.
Dirk I. und Andrea I.: Um 13 Uhr sagten sie „Ja“
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