Von wegen Großstadt! Als tiefste Provinz entpuppte sich Berlin, als Bonner Jecken dort zu Besuch waren. Die Ehrengarde und Prinz Rainer I. (Abels) mit seiner Bonna Victoria I. (Caspari) zogen nach dem Empfang bei Bundeskanzlerin Angela Merkel noch zur Frittenbude unterhalb des Bahnhofs Friedrichstraße.
Es hat schon Tradition, dass die Ehrengarde dort ihren Berlin-Besuch mit dem Verzehr von Currywürsten ausklingen lässt. Sprecher Dr. Hajo Seger: „Als kleines Dankeschön gab unser Musikcorps auf dem Bürgersteig ein Ständchen. Plötzlich kam ein Mannschaftswagen der Polizei vorgefahren.“
Steger ging auf die Ordnungshüter zu. „Die waren alles andere als freundlich und meinten, unser Verhalten sei nicht nur Lärmbelästigung, sondern erfülle auch den Tatbestand einer unangemeldeten Demo. Sie drohten sogar damit, ein Ordnungsgeld zu kassieren.“
Sowohl Steger als auch die anderen rund 50 Bonner Jecken glaubten zunächst an einen schlechten Karnevals-Scherz. Aber den Beamten war nicht nach Lachen zumute. Doch ehe die Situation eskalieren konnte, fand Ehrengarde-Kommandant Thomas Janicke eine bönnsche Lösung.
Er ging auf den Einsatzleiter der Polizei zu und überreichte ihm den Ehrengarde-Orden. Daraufhin bestiegen die Polizisten wieder ihren Mannschaftswagen und rauschten ab.
Wesentlich bessere Erfahrungen machte die Ehrengarde im Vorjahr mit der Polizei. Sprecher Dr. Hajo Steger: „Damals kam auch die Polizei, aber die ermunterte uns weiterzumachen, denn in Sachen Karneval sei ja in Berlin nicht wirklich viel los.“
Dirk I. und Andrea I.: Um 13 Uhr sagten sie „Ja“
Beim Frühstück überrumpelt. „Wir wurden uns erst am Samstag vorgestellt und gefragt, ob wir diese Aufgabe zusammen übernehmen möchten“, verrieten die künftigen Regenten.
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