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Willi, der tapfere Polizist: Popo-Klatsch fürs Nilpferd

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Willi Schlüssel (61) mit einem 30 Jahre alten Foto, auf dem er gerade Nilpferd „Gustl“ einen Klaps gibt.
Willi Schlüssel (61) mit einem 30 Jahre alten Foto, auf dem er gerade Nilpferd „Gustl“ einen Klaps gibt.
Foto: Erhard Paul
Bonn –  

Wenn einer eine Reise…, äh, wenn einer bei der Polizei war, dann kann er was erzählen! Am Freitag wurde der Siegburger Wachleiter Willi Schlüssel (61) von Landrat Frithjof Kühn in den Ruhestand verabschiedet.

Und beim Rückblick auf 44 Dienstjahre wurde deutlich: Der erste Polizeihauptkommissar Schlüssel ist ein Mann mit vielen Qualitäten!

„Ich war jung, dynamisch und 30 Jahre jünger, als mein Kollege Tommy Weiss und ich zum Hanfbach in Hennef gerufen wurden, jemand hatte ein Nilpferd gesehen. Wir dachten, der spinnt“, erzählt er. Plötzlich aber sei ein Koloss aus dem Wasser aufgetaucht – Nilpferd „Gustl“, die Attraktion eines kleinen Zirkus in der Nähe.

„Ich habe dem Tier auf den Hintern gehauen, dachte, dass es dann zurück zum Zirkus läuft“, erzählt Willi Schlüssel. Fehlanzeige. Erst mit einer Spur aus Äpfeln konnte er die gewichtige Dame locken.

Einiges könnte er noch erzählen. Schlimmes, aber auch vieles zum Schmunzeln. Wie seine „heißeste“ Observation! Willi Schlüssel war zarte 24 Jahre alt und gerade beim Mobilen Einsatzkommando in Köln.

„Ich observierte mit einer Kollegin, die meine Mutter hätte sein können, einen Rauschgifthändler. Plötzlich kam der auf unser Auto zu. Ich dachte nur: »Mist, wir sind aufgeflogen«, habe mich auf meine Kollegin geschmissen und sie abgeknutscht.“ Er lacht: „Der hat uns das Liebespaar abgenommen, ist kopfschüttelnd wieder weg.“

Jetzt geht ein aufregendes Polizeileben zu Ende. Am 28. März übergibt Vierfach-Opa Schlüssel die Wachleitung an Lothar Kloß – und kann sich seinen Hobbys widmen: Als Nachtwächter führt er seit Jahren durch Stadt Blankenberg, seine Frau Waltraud gibt dabei das Burgfräulein. Zudem hat er als Freizeit-Imker 15 Bienenstöcke.

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