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Weil die Waffe klemmte: Windeck: Trucker überlebt Anschlag

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So berichtete der EXPRESS am 10. April 2012
So berichtete der EXPRESS am 10. April 2012
Bonn/ Windeck –  

Das idyllische Opperzau bei Windeck, Karfreitag, 22.15 Uhr: Gunter G. (49, Name geändert) sitzt gemütlich im Wohnzimmer. Seine Frau geht gerade mit dem Hund Gassi, ihre Tochter ist mit Freunden unterwegs. Plötzlich öffnet sich die Tür – und ein Maskierter steht vor dem Trucker.

Der Mann richtet sofort eine in eine Plastiktüte gewickelte Waffe auf G., schießt ihm ins Gesicht. Der erste Schuss trifft G. im Oberkiefer, die Kugel bleibt in der Wange stecken. Der Täter setzt noch mal an. Vermutlich wegen eines eingeklemmten Stücks Plastiktüte geht die Waffe aber nicht los. Der Täter flieht, G. kann selbst den Notarzt rufen.

Versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung! So lautet der Vorwurf gegen den Schützen Olaf T. (44). Er ist der Geliebte von G.s Ehefrau Britta (41). Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage gegen das Duo erhoben. Mordmerkmal Heimtücke.

Das Opfer war nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft arglos: „Er hatte keine Ahnung, dass ihm Gefahr droht. Er wusste nicht, dass seine Frau seit mehreren Jahren ein Verhältnis hatte“, so Oberstaatsanwalt Robin Faßbender.

Laut Anklage hatte Britta G. extra die Haustür offen stehen lassen, als sie mit dem Hund Gassi ging, um ihrem Geliebten Zugang zum Haus zu verschaffen. Nach der Tat gibt sie zunächst die besorgte Ehefrau, wird Ostersamstag am Krankenbett des Mannes verhaftet. Olaf T. nehmen Beamte in einer nahe gelegenen Pension fest.

Auf die Spur gekommen waren die Ermittler dem Schützen durch eine Frau aus Wuppertal, die in den Mordkomplott verwickelt werden sollte. Mit ihr wollte T. die Leiche in einem Natursteinbruch „entsorgen“, so die Staatsanwaltschaft. Außerdem sollte die Zeugin ihm und seiner Geliebten ein Alibi besorgen, unter Britta G.s Namen ein Hotelzimmer für die Tatzeit buchen.

Tragisch: Obwohl sich die Frau drei Stunden vor der Tat bei der Polizei meldete, konnte die hinterhältige Attacke auf Gunter G. nicht verhindert werden. Die Zeugin wusste schlicht nicht, um wen es sich bei dem geplanten Opfer handelte.

Die mutmaßlichen Täter sind teilweise geständig. Sie hätten Gunter G., der seine Frau terrorisiert habe, bedrohen und ihm so eine Lektion erteilen wollen. Der Prozess findet voraussichtlich im September statt.

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