Mit verschränkten Armen steht ein Wachmann vor dem WCCB. Er patrouilliert vor dem Bau, von dem die Arbeiter flohen, auf dem nun Grabesstimmung herrscht.
Ketten halten die Bauzäune zusammen. Schlösser verhindern, dass sich Unbefugte Zutritt verschaffen.
Was sagt die Stadt zur aktuellen Lage? Nichts. Stadtsprecher Friedel Frechen verweist an Bauleiter Peter Herrmann: „Da es sich um ein privatisiertes Verfahren handelt, ist er zuständig.“ Die Verwaltung arbeite „mit Hochdruck“ an einer generellen Lösung, so Frechen weiter.
Bauleiter Herrmann überrascht EXPRESS: „Von einem Baustopp kann keine Rede sein, 25 bis 30 Prozent der Arbeiten werden erledigt.“ Die verbliebenen Handwerker wären planmäßig mit dem Innenausbau beschäftigt. Das WCCB sei zu 85 Prozent fertig. „Ich warte stündlich auf einen Anruf der Stadt, dass die 30 Millionen von Honua freigeschaltet werden“, berichtet er weiter, „dann nehmen wir sofort Kontakt mit den Baufirmen auf, holen sie nach Bonn zurück.“
Die kommenden Monate bereiten ihm „Bauchschmerzen“. Wenn sich weiter so wenig tut, dringt Nässe ein, großflächiger Schimmelbefall droht. Wände könnten sich verbiegen, edles Parkett aufquellen.
Um den Bau zu retten, muss Wärme rein. Das kostet. Hermann weiter: „Wir müssten provisorische Heizanlagen einbauen. Da kommen mehrere Hunderttausend Euro auf uns zu. Ohne die Energiekosten.“
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