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Von Interpol gejagt: Peter K.: Sein Traumauto wurde zum Alptraum

Die italienische Polizei hat den Wagen noch nicht aus der Fahndungsliste gelöscht.

Die italienische Polizei hat den Wagen noch nicht aus der Fahndungsliste gelöscht.

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Polizei

Bonn -

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen sich ein schickes Auto. Fahren damit mehr als drei Jahre lang zur Arbeit, zum Einkauf, in den Urlaub – und erfahren dann, dass Ihr Auto die ganze Zeit von Interpol international zur Fahndung ausgeschrieben ist!

Sie selbst gelten damit als mutmaßlicher Verbrecher. Dem Bonner Peter K. (51) ist genau das passiert. Sein Traumwagen wurde zum Alptraum.

Der Diplom-Ingenieur hatte Oktober 2008 einen gebrauchten BMW 325d Touring privat in Neuwied erstanden, 22.000 Euro dafür hingeblättert. Der 51-Jährige war zufrieden mit dem Wagen – bis er ihn im März 2012 verkaufte.

„Als der Käufer das Auto ummelden wollte, wurde er fast verhaftet. Sämtliche Fahrzeugdokumente wurden sichergestellt“, erzählt Peter K. „Drei Tage später erklärte mir die Bonner Polizei dann, dass der BMW auf der Fahndungsliste steht.“

Grund für die Interpol-Jagd: Die Nobelkarosse ist ein Re-Import aus Italien – und dort hatte es bei einem vorherigen Verkauf Ärger gegeben. Der ursprüngliche italienische Eigentümer des BMW 325d Touring war auf einen Betrüger reingefallen! Dieser hatte unter falschem Namen mit einem nicht gedecktem Scheck gezahlt.

Anschließend wechselte das Auto vermutlich mehrfach schnell die Hände, bis es am 14. November 2008 zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Da hatte es der Bonner Peter K. bereits gutgläubig – und problemlos! – auf seinen Namen angemeldet.

Mehr als drei Jahre düste der Diplom-Ingenieur munter mit dem BMW durch die Gegend, fuhr auch ins Ausland. Jetzt ist der 51-Jährige wütend, weil ihn die Polizei all die Jahre nicht über die Fahndung informierte. „Stellen sie sich vor, ich hätte einen Unfall gebaut“, sagt er.

Der Bonner hat einen Anwalt eingeschaltet. Denn sein BMW ist, solange er weiterhin international gesucht wird, unverkäuflich. Seit Monaten steht er daher in K.s Einfahrt. Einzige Lösung: Die italienische Polizei nimmt den Wagen aus der Fahndung. „Wir haben bereits mehrfach über das BKA versucht, Italien zur Löschung zu bewegen“, so ein Bonner Polizeisprecher. Passiert ist nichts.