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Von Hotel Mama zum Knast: Sex-Täter: Nach Urteil ohne Lappen erwischt

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Ohne Führerschein fuhr der Sex-Täter davon.
Ohne Führerschein fuhr der Sex-Täter davon.
Foto: dpa
Bonn/Rheinbach –  

Das verwöhnte Prinzchen einer kurdischen Familie vor Gericht. Gerade hatte sich Karim E. 19 Monate Knast wegen sexueller Nötigung abgeholt. Dann fuhr der 27-Jährige winkend vom Gericht weg – dabei ist der Knilch schon seit 2005 seinen Führerschein los!

Bei Mama und Papa bewohnt er das Kellergeschoss in Rheinbach-Todenfeld. 1000 Euro monatlich steckt der Vater dem 27-Jährigen ohne Ausbildung zu. Für „Geschäftsführer-Tätigkeit“ in seiner Firma.

Doch dieses Mal konnten die Eltern dem vor Gericht großkotzig auftretenden Filius nicht helfen. Der wehrte sich vor der Berufungskammer von Dr. Marc Eumann gegen eine Verurteilung wegen sexueller Nötigung. Unter einem Vorwand hatte E. eine Bekannte in sein Elternhaus gelockt, war dann über die Frau hergefallen. Quittung vom Amtsgericht: 22 Monate Gefängnis.

Weil er dieses Mal ein Geständnis ablegte, gab die Kammer drei Monate Rabatt. In den Knast muss der Rheinbacher dennoch: 12-fach ist er wegen Diebstahls, Körperverletzung, Drogenbesitzes und Betrugs vorbestraft. Zuletzt hatte er im Februar 2012 eine Prostituierte im Streit um Geld die Treppe hinuntergestoßen.

Demnächst wird Karim E. wieder vor Gericht erscheinen müssen. Einer der Schöffen traute seinen Augen kaum: Als er nach der Verhandlung vor dem Gericht stand, eine Zigarette rauchte, fuhr Karim E. an ihm vorbei. In einem dicken Mercedes Coupé, lässig winkend. Und das, nachdem in der Verhandlung besprochen worden war, dass der 27-Jährige seit 2005 keinen Führerschein mehr hat.

Der Schöffe informierte Richter und Staatsanwältin. Die hat ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

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