Ist der Kampf um die Zukunft der Hardthöhe vorbei? Laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ soll in Regierungskreisen die Entscheidung für Bonn als Hauptsitzes des Verteidigungsministeriums längst gefallen sein. Damit wären die Pläne von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) vom Tisch.
Der Minister hatte mit seiner Äußerung, „so viele Mitarbeiter wie möglich“ nach Berlin holen zu wollen, für reichlich Unmut in der ganzen Region gesorgt (EXPRESS berichtete). Als Ausgleich für den Umzug sollte Bonn, wo derzeit noch 85 Prozent der 3200 Ministerialen arbeiten, ein Bundeswehramt erhalten, wie zum Beispiel Koblenz eines hat.
Nach dem Sturmlauf empörter NRW-Politiker gegen die Vorschläge, die einen Bruch des Berlin/Bonn-Gesetzes bedeutet hätten, scheint diese Idee jetzt abgehakt zu sein.
„Ich hatte erwartet, dass sich de Maizière mit seinen Plänen nicht durchsetzen kann“, kommentierte der Bonner Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber (SPD): „Wir müssen aber aufpassen, ob er jetzt nicht trotzdem massiv Personal aus Bonn abzieht.“ Das Ministerium wollte den Bericht nicht bestätigen.
Letzte Klarheit wird es erst am 26. Oktober geben, wenn die offizielle Entscheidung verkündet wird.
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