Der Igel liegt tot auf der Quellenstraße in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Sein kleiner Körper ist von zwei großen Pfeilen durchbohrt.
Unfassbar: Das wehrlose Tier diente unbekannten Tätern als lebende Zielscheibe! Pfeile und Bogen hatten die Todesschützen zuvor in Sinzig geklaut. Auch dort machten sie grausige Schießübungen…
Die Taten sorgten unter den Anwohnern für Entsetzen. Den kleinen Igel erlegten die Unbekannten in der Nacht zu Sonntag. „Es war gegen drei Uhr, als ich das Tier im Todeskampf hörte – es hat richtig geschrien…“, erzählt ein Mann.
In derselben Nacht zielten die Täter auch auf eine Goldfasan-Henne vom nahen Tiergehege „Schwanenteich“ in Sinzig-Bad Bodendorf. Ein Pfeil blieb in ihrem Körper stecken, sie hatte keine Chance.
„Das Tier hat sich über Stunden gequält, bis es am nächsten Morgen entdeckt wurde“, so Karl-Wilhelm Scheele, erster Vorsitzender. Zwei Tage zuvor war auf dem Gelände bereits ein Ziegenbock von einem Pfeil getroffen worden. Er überlebte schwer verletzt.
Das Massaker begann nach einem Einbruch bei den Bad Bodendorfer Bogenschützen. Sechs Bögen und mindestens 60 Pfeile wurden aus dem Vereinsheim geklaut. Kurz darauf gab es das erste Tieropfer.
Wer tut so etwas? Um das zu klären, übernahm die Kripo Mayen die Ermittlungen.
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