Das Tiermassaker auf dem Rotter Kinderspielplatz schockt die ganze Region. Fünf Meerschweinchen und ein Kaninchen waren gefesselt und zu Tode gequält worden. Wolfgang Hovenbitzer, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Rott: „Wir machen uns Sorgen. Wer weiß, was das für ein Irrer war.“
Meerschweinchen „Anton“ hatte der Tierquäler sogar die Beinchen mit Kabelbinder zusammengezurrt, ihn dann in der Spielhütte aufgehängt! Vier Artgenossen kickte der unbekannte Täter draußen zu Tode. Kaninchen „Herr Meier“ starb gefesselt mit Klebeband.
„Das ist pervers. Der Täter konnte zugucken, wie die Tierchen um ihr Leben kämpften“, sagt Iris Gockel-Böhner (41). Die hauptberufliche Tierpflegerin hatte „Anton“, „Herrn Meier“ und viele weitere Kreaturen in ihrer privaten Pflegestation aufgenommen, weil keiner sie mehr haben wollte.
Der Tierkiller hatte insgesamt zwölf Kleintiere aus der Station, die wenige Meter vom Spielplatz entfernt liegt, geklaut. Sechs brachte er bestialisch um. Das Schicksal der anderen, darunter das zutrauliche Frettchen „Emma“, ist unklar.
„Das sieht nicht nach einem Dummejungenstreich aus – das war pure Quälerei“, so eine Ermittlerin. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise zum Täter gibt es aber bislang nicht.
Iris Gockel-Böhner ist sich jedoch sicher: Der kommt wieder! Daher nimmt sie schweren Herzens jetzt keine weiteren Tiere mehr auf. „Ich hätte Angst, dass auch sie gequält werden würden“, sagt sie leise.
Schlimmes passiert derzeit in Rott. Kurz vor dem Tiermassaker wurden am Auto eines Bewohners alle Radmuttern losgemacht. Zudem sollen in der Nähe Schafe an den Beinen gefesselt und aufgehängt worden sein. Erst, wenn der oder die Täter gefasst sind, wird dieser Ort zur Ruhe kommen. Zeugenhinweise bitte an: 02242/940.
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