Was für ein Abend! Der „Prix Pantheon“ erlebte mit der Gala auf dem Museumsplatz einen furiosen Abschluss. Und die Zuschauer im vollbesetzten Rund sahen eine süße Siegerin: Den Preis „Klotzen & Glotze“, den die TV-Zuschauer per Tele-Voting vergeben, ging an die Kölnerin Carolin Kebekus.
Die hochbegabte Stand-up-Komödiantin, die übrigens vom EXPRESS nominiert worden war, feierte ihren Sieg bei der After-Show-Party im Pantheon mit einigen Kölsch und zärtlichem Geknutsche mit dem Kollegen Serdar Somuncu. Der in Istanbul geborene Kabarettist, der selbst 2004 den Prix Pantheon gewann, zitiert in seinen bitterbösen Programmen Adolf Hitler und Joseph Goebbels.
Zurück zur Show: Es war die beste Gala seit Jahren! Weil alle gut waren: die Moderatoren Rainer Pause und der unvergleichliche Erwin Grosche, der zum Beispiel als lebender Wäschetrockner auf die Bühne kam. Bestens in Form auch die Gewinner René Marik (Preis der Jury) und Tobias Mann (Publikumspreis).
Überzeugend die Auftritte von Jürgen Becker, Horst Schroth, den immer besser werdenden Popmusik-Erfindern „The Pops“, Herbert Knebel (alias Uwe Lyco) und Jochen Malmsheimer, der seinen durchaus abgehangenen Sketch vom typisch deutschen Wohnzimmer so brillant brachte, dass der Platz tobte.
Abräumer des Abends - und das ist aus Bonner Sicht besonders erfreulich - war das „Springmaus“-Ensemble. In nur acht Minuten lieferten Silke Vennemann, Norbert Frieling und Gilly Alfeo eine Lehrstunde für allerfeinste Impro-Comedy. Stürmischer Applaus für die Springmäuse, die erstmals seit Jahren bei den Pantheon-Kollegen auftreten durften.
Da stand ein sichtlich stolzer Bill Mockridge, der vor 25 Jahren die Springmaus gründete, im Hintergrund und freute sich.
Die Gala wird am Samstag, 22.45 Uhr, im WDR übertragen.
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