Taxi-Krieg in Bad Honnef: Taxifahrer Orhan Yarimay (42) darf nicht mehr direkt vor der Disko parken - wegen 50 Metern! Ein Konkurrent wird das jetzt gerichtlich durchsetzen, er hat das Recht auf seiner Seite.
Die Diskothek „Rheinsubstanz“ in Bad Honnef: Hier tobt seit der Eröffnung Karneval 2009 der Bär. Ein tolles Geschäft auch für die Taxen: Sie holen die Disko-Besucher nachts dort ab.
Orhan Yarimay hat das Unternehmen „Taxi Niethammer“ mit Konzessionen für zehn Wagen übernommen. Der 42-Jährige war clever: Der Deutsch-Türke schloss mit dem Disko-Betreiber eine Vereinbarung. Yarimay: „Meine Taxen dürfen direkt vor der Eingangstür auf Fahrgäste warten.“
Die Konkurrenz schaute erst mal dumm aus der Wäsche: Während Yarimays Autos rollten, standen die anderen Taxifahrer verloren auf dem nahe gelegenen Taxistand herum.
Doch jetzt fand sich Orhan Yarimay als Beklagter in einem Zivilprozess wieder. Ein Mitbewerber hat ihn vor den Kadi gebracht: Seine Droschken sollen sich wie jede andere am Taxistand gefälligst hinten anstellen.
Richter Heinz Sonnenberger machte klar, dass die Taxiordnung des Rhein-Sieg-Kreises auf der Seite von Yarimays Gegner steht - wegen 50 Metern!
Hintergrund: Zwar dürfen Taxen ab 22 Uhr ihre Plätze verlassen und direkt vor Diskotheken auf Gäste warten. Bedingung aber ist: Im Umkreis von 100 Metern darf sich kein Taxenstand befinden.
An der „Rheinsubstanz“ haben aber in 50 Metern Entfernung vier Taxen an einem offiziellen Stand Platz - 50 Meter zu wenig für Unternehmer Yarimay.
Etwas viel Bürokratie. Deshalb unterstützte das Gericht auch den Vorschlag Yarimays, dass auch der klagende Mitbewerber erklären muss, nicht mehr direkt vor der Disko zu parken.
Doch der Kläger stellte auf stur. Der Taxikrieg von Bad Honnef dürfte daher jetzt eskalieren. Yarimay: „Ich werde Widerklage einreichen.“
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