Kein Verlass mehr auf die Volksbank Bonn/Rhein-Sieg?
Tankstellen-Besitzer Helmut Scherer ist wütend: „In 17 Wechselgeld-Rollen fehlte jeweils ein 2-Euro-Stück. Die kontrollieren das Geld nicht, das rausgeht.“
Bis zu 4.000 Euro Wechselgeld braucht Helmut Scherer täglich. „Da reißt man die Rollen einfach auf, zählt nicht unbedingt, ob wirklich 20 Münzen drin sind, wenn 20 draufsteht.“ Zuletzt wurde Scherer stutzig. Geld fehlte. „Ich verdächtigte schon meine Mitarbeiter an der Kasse.“
Dann kam ihm der Verdacht, dass mit den Rollen aus der Volksbank etwas nicht stimmen kann. Er machte Stichproben: 17-mal fehlten zwei Euro! Er rief bei der VB-Zweigstelle Pützchen an, bekam das Geld auch prompt ersetzt.
Was Scherer bei seiner Suche nach der Ursache der Panne herausfand, trieb ihm die Zornesröte ins Gesicht. „Wenn Geschäftsleute Münzgeld in Rollen bei der Bank abgeben, wird gar nicht nachgezählt. Die Rollen gehen dann unkontrolliert z. B. an mich wieder raus!“
EXPRESS fragte Wilhelm Wester, den VB-Unternehmenssprecher. „Das stimmt. Wir kontrollieren die Rollen nicht mehr. Da die Kontonummer des Einzahlenden auf die Rolle kommt, wissen wir, wer für den Schaden haftet.“
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Im Gegensatz zur Volksbank hat die Sparkasse Köln/Bonn dieses Prinzip beim Wechselgeld noch nicht ad acta gelegt. Sie hat die alten Geld-Waagen noch – es findet eine penible Prüfung statt.
Pressereferentin Ulrike Kohl erklärt: „Zusätzlich gehen wir sicher, dass bei der Einzahlung die richtige Kontonummer angegeben wurde. Sonst bleiben wir bei einem Betrug auf dem Schaden sitzen.“
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