Ekel-Alarm in einem chinesischen Großmarkt! Lebensmittelkontrolleure deckten bei dem Beueler Händler unfassbare Zustände auf – so schlimm, dass die städtischen Mitarbeiter sofort Alarm schlugen. EXPRESS erfuhr aus zuverlässigen Quellen den Grund: Rattenbefall!
Offenbar fühlten sich die Nager im Lager des Chinamarkts, bei dem Einzelhändler aber auch Privatpersonen einkaufen, richtig wohl. Nicht nur ihr Kot lag herum – zahlreiche Lebensmittel, darunter Fleisch, sollen von den Ratten angefressen worden sein.
„Wir haben das Geschäft sofort zugemacht, Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet“, erklärt Elke Palm vom Presseamt der Stadt. Neben dem Rattenbefall sollen auch in größerem Umfang Lebensmittel gefunden worden sein, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen war und die erkennbar nicht mehr für den Verzehr geeignet waren.
„Wir ermitteln wegen Verstoßes gegen Lebensmittelbestimmungen“, so Oberstaatsanwalt Fred Apostel auf EXPRESS-Nachfrage. Ermittler durchsuchten den Großhandel, stellten betroffene Ware sicher, versiegelten das Kühlhaus.
Der China-Großhandel in Beuel. Er liegt neben Schrotthändlern und Autowerkstätten. Auf seinem Parkplatz quillen die Mülltonnen über, stapeln sich Holzpaletten. An der roten Eingangstür im asiatischen Stil prangt der Schriftzug: „Der wahre Geschmack Chinas“. Als die Lebensmittelkontrolleure dort ankamen, ahnten sie nicht, was sie erwartet. Es sollte eine Routine-Überprüfung werden – sie endete mit der sofortigen Schließung des Ladens.
Was sagt der Geschäftsführer dazu? Gegenüber EXPRESS gibt Xiongping Wu am Telefon den Ekel-Befall zu! „Es tut mir leid wegen der Ratten“, sagt er. „Wir haben eine Fachfirma beauftragt. Die war schon da und kommt jetzt jede Woche.“
Momentan würden die Rattenlöcher zugemacht, das ganze Lager geputzt und gestrichen, so Wu. Er hat mit den Behörden kooperiert und hofft, in zwei Wochen sein Geschäft wieder zu öffnen.
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