Hotel „Texas“: Hier hausten einige aus der Zuhälter-Bande mit ihren Sex-Sklavinnen! Seit Monaten waren in der Billig-Unterkunft an der B 9 fünf Zimmer angemietet. 20 Quadratmeter, Doppelbett, Dusche. Der „Texas“-Chef (36) hatte den Bulgaren sogar eine eigene Küche eingerichtet!
Bei einer Razzia war die Bande festgenommen worden: Neun Bulgaren (15 bis 39) aus Familien-Clans, Väter, Söhne, Neffen. Sechs schnappte die Polizei im Hotel „Texas“, die anderen im nur wenige hundert Meter entfernten Hotel „Zur Erholung“ und in zwei Wohnungen. Vorwurf: Menschenhandel sowie Zuhälterei (EXPRESS berichtete).
„Als ich das Hotel vor einem Jahr übernommen habe, waren die schon seit mindestens acht Monaten hier“, erzählt der „Texas“-Betreiber. „Die sind als Pärchen aufgetreten, haben hier gekocht, gegessen. Gegen 16 Uhr fuhren die Frauen arbeiten. Meist mit der Bahn. Morgens gegen sechs Uhr kamen sie wieder.“
Die Frauen (17 bis 22) mussten auf dem Straßenstrich anschaffen, das Geld abliefern. War es zu wenig, gab es Prügel.
„Fünf Frauen wohnen noch immer hier“, so der Hotelier. Während ihre Zuhälter in U-Haft sitzen, prostituieren sich die Frauen weiter. Ob auf eigene Rechnung, ist fraglich.
Die Huren stammen aus bitterarmen Verhältnissen in Bulgarien. Dass der Mann ihre Einnahmen kassiert, ist normal. Einige gingen schon dort auf den Strich. Andere wurden mit Versprechungen gelockt.
Auch Rajna (26, Name geändert) aus Dobric hoffte auf ein besseres Leben. „In Bulgarien gibt es kein Geld“, sagt sie. Auf dem Bonner Strich hat sie zwei, drei Kunden pro Tag und lebt in der Absteige „Zur Erholung“. Angeblich ohne Zuhälter.
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