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Sie nennen sich "Bad Go": Die Gruselkinder von Bad Godesberg

Gangster-Bubis oder Terror-Nachwuchs? Bad Go-Mitglieder beim Einstieg in ihre Kinder-Höhle.
Gangster-Bubis oder Terror-Nachwuchs? "Bad Go"-Mitglieder beim Einstieg in ihre Kinder-Höhle.
Foto: Spiegel-TV

Bonn - Ein Fernsehbericht über die Gang „Bad Go“ sorgt für Aufregung. Spiegel-TV interviewte die Mitglieder (fast noch Kinder, meist aus arabischen Familien) in ihrem Treffpunkt, dem Keller einer Ruine in Bad Godesberg.

Darin bekam einer der Jugendlicher eine breite Plattform, um sich zum Krieg zwischen Hisbollah und Israel und dem Djihad zu äußern.

Hinter diesem Tor in der Bonner Straße trafen sich die Grusel-Kinder.
Hinter diesem Tor in der Bonner Straße trafen sich die Grusel-Kinder.
Foto: Paul

Äußerungen wie: „Man kommt nur ins Paradies, wenn die Israelis gegen einen kämpfen und anfangen zu schießen und man die dann tötet. Wenn das heiliger Krieg ist sozusagen. Das ist okay“ riefen Polizei und Stadt auf den Plan.

„Wir haben nach Kenntnis über den Bericht in Spiegel TV sofort Kontakt zur Godesberger Polizei aufgenommen“, so Jugendamtsleiter Udo Stein. „Die Szene wird weiter beobachtet und alle Erkenntnisse werden zusammengeführt. Es wird versucht, mit der Gruppe in Kontakt zu kommen. Wir nehmen das sehr ernst.“

Ist es „nur“ Nachgeplapper arabischer Kriegspropaganda oder sollten bei den Äußerungen alle Alarmglocken läuten?

„Wir prüfen das auf strafrechtliche Relevanz. Der Staatsschutz ist eingeschaltet und ermittelt“, erklärt Polizeisprecher Frank Piontek. „Der Treffpunkt wurde bereits untersucht. Es gibt keine Hinweise auf konkrete Straftaten. Beamte werden sich mit den Betroffenen unterhalten.“

„Bad Go“ verfügt über eine umfangreiche Internetseite - für deren Inhalt ein 15-jähriger Bonner verantwortlich zeichnet. Die Seiten sind garniert mit Pistolen, Schlagringen, Messern. Im Gästebuch wird sich auf übelstem Niveau ausgetauscht.

Jetzt der beunruhigende Fernsehbeitrag. Bad Godesberger, die im Bereich des Treffpunkts der Ghetto-Kids wohnen oder arbeiten, fühlen sich schon länger unwohl.

Sie haben eine Interessengemeinschaft gegründet, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, die Missstände (dazu gehören unter anderem auch verschmutzte und besprayte Fassaden, vermüllte Einfahrten, Innenhöfe, Lärm bis weit nach Mitternacht) aufzudecken und dagegen vorzugehen. „»Bad Go«“, so ein Betroffener“, ist nur ein Teil des Problems.“

Nach dem Spiegel-TV-Bericht wurde der Zugang zu der Hausruine mit einem Schloss dichtgemacht. Die Gruselkinder von der „Bad Go“-Gang haben sich vermutlich aber schon längst einen neuen Treffpunkt gesucht.

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